22 September 2010

Gedankenmeer.

Weißt du noch?
An jenem Sommertag, die Sonne so warm auf uns herabscheinend. Ich war verliebt in dich. So verliebt. Und jetzt stehe ich hier, allein. Genau an diesem Bordstein, genau in dieser Straße. Dort wo alles begann. Ich sagte dir dass ich in dich verliebt sei. Und wie ernst ich dies meinte. Doch du gingst, die Sonne schien nicht mehr auf uns herab. keine wärme nur noch der kalte Herbstwind, der unsere Haare verwehte. Er war so kalt wie du an jenem Tag. Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen, ich wusste dass dies unser Ende war, dachte nur daran wie schön du doch bist. Dachte an unsere Zeit, an all' die Tage, an all' die stunden die wir gemeinsam verbracht haben. "Ich liebe dich", einst deine Worte, Worte die aus deinem Mund kamen, die mir gewidmet waren. Doch deine Worte verblassen, wehen mit dem Wind davon. Du drehst mir den Rücken zu, gehst. Wo willst du hin, wo willst du hin ohne mich, wohin? Der Wind haucht mir all' deine gesagten Worte ins Ohr. Ich versuch sie
mir zu zuhalten, doch es gelingt mir nicht. Deine Worte schwimmen in meinen Gedanken. Wie ein Meer aus Worten. "
Dreh dich um, ich brauche dich doch", schreien meine Gedanken dir nach. Du bist doch mein Held. Ich will aufstehen, dir nachlaufen, doch meine Beine sacken zusammen. Ich will aufstehen, falle wieder. Bin atemlos, kraftlos. Ich will nach dir rufen, doch meine Kehle fühlt sich an wie zugeschnürt, mein Mund ein Stück Brot in der Wüste. So trocken. Meine Hände, sie sind blutig, ich greife nach dir, doch du wirfst mir Scherben zu.

Die Kirchturmuhr schlägt 18. Uhr. Unser Kapitel schließt sich.


(C)