21 Dezember 2010

Es gibt Tage da ist man wunschlos glücklich
könnte die ganze Welt umarmen, weil man alles hat.
Familie, Freunde, Liebe, Glück. Man ist sorgenfrei
hat keine Probleme. Es gibt aber die Tage an der
die Welt so unglaublich farblos, trist und einfach nur
Grau wirkt. Vielleicht stirbt jetzt jemand in diesem
Moment, genau jetzt. Vielleicht wird auch gerade
jemand geboren? ach, das Leben ist doch ein ewiger Kreislauf.
Ich schau raus in die große weite Welt, bedeckt
von diesem weißen glitzernden Pulver. "Wo ist das Ende?",
frage ich mich leise. Und überhaupt. Wie ist das hier
alles entstanden? Wenn es damals wirklich Jesus gegeben hat,
warum hat er damals jedes Leid zunichte gemacht, aber warum
nicht jetzt? Sieh dich um, auf den Straßen in den Gassen.
Nur Leid und elend, überall. Es gibt Tage da hasse ich die Welt,
so wie sie ist, dass niemand da ist, der sie aufräumt, der sie
in Ordnung bringt, ich hasse
die Menschen. Und manchmal hasse ich mich selbst. Denn an solchen
Farblosen Tagen holt dich die Vergangenheit ein, du führst
dir selbst vor Augen, was du falsch gemacht hast, denkst
darüber nach, was du hättest besser machen können. Aber
die Vergangenheit bleibt Vergangenheit und ist unveränderbar.
Leider. Man muss halt das Beste daraus machen, was?
Ich hab mich schon oft gefragt, hab mich im Spiegel
angesehen. Hab mich gefragt, was an mir so falsch ist,
dass ich nie glücklich sein kann. In meinem Hinterkopf
stellt sich immer die Frage: Darf ich glücklich sein?
Was ist mit den 253465 Leuten die nicht glücklich sind?
Momentan stecke ich in einem Zwiespalt. Es ist ganz
einfach. Entweder ich lass mich fallen, in der Hoffnung,
dass dieser jemand mich auffängt, oder ich lasse die
Mauer um mich herum weiterbestehen. Tu so als wär ich unreachable,
als könne mir keiner was. Bin meine eigene Königin, leb
nach meinen eigenen Regeln. Alles ist egal und nur ich zähle.
Die erste Variante erscheint mir wesentlich schöner, aber ich hab
Angst, einfach nur Angst. Es könnte wieder alles so schnell enden.
Enden in Tränen und Hilflosigkeit. Ich möchte nie wieder
so sehr weinen müssen, dabei versuchen ruhig und gleichmäßig
zu atmen und dass Gefühl haben, zu ersticken.
Jemand sagte mir mal, ich solle für das kämpfen was ich liebe.
Und das werde ich tun. Ich werde kämpfen für jeden einzelne
Person, die ich einst in mein kleines Herz geschlossen hab.
Und ich schwör bei Gott, ich lass euch nicht mehr gehen. (C)