01 Dezember 2010

Wir waren uns mal nah. Irgendwann.

Die Welt ist bedeckt von Schnee, all überall
wo man nur hinsieht, Lichter, Weihnachtslichter, Kerzen, Leute
mit ihren Ständen, der Duft von Zuckerwatte steigt mir
in die Nase, bin auf dem Weihnachtsmarkt.
Ich sehe nach links, mein Blick wendet sich nach Rechts,
überall glückliche Leute, trinken Glühwein, glückliche
Pärchen die sich küssen. Es sind genau 84 Tage
auf dem Kalender verstrichen, 84 Tage in denen ich dich nicht sah,
nicht wusste wie es dir geht, was du machst.
Und zwischen all den Leute, zwischen all den Lichtern,
tauchst du plötzlich du auf.
Mein Blick wie gefesselt von dir, und dich
gleichzeitig gar nicht wahrnehmend. Dieses
aneinander vorbeigehen, kamen mir wie Minuten vor,
obwohl es eigentlich nur Sekunden waren.
Ich lächle schüchtern, du gibst ein unsicheres "Na" von dir.
Du gehst vorbei, nein wir gehen aneinander vorbei.

So als wären wir fremde.

Den Klang deine Stimme, ich hab ihn so vermisst.
Abens. Ich krame in alten Erinnerungen, blättere
etliche Seiten meines Tagebuchs zurück, nur um wieder
ein Gefühl, davon zu bekommen, wie es war geliebt zu werden.
Tränen steigen mir in die Augen, sehe das Bild von uns nur noch
verschwommen, mache das Licht aus, lege mich schlafen und weine für mich allein im stillen. (C)