15 Februar 2011

gespiegeltes ich | hci setlegiepseg 

Und dann sitzt du da. Allein. Innerlich total zerrissen, bist ein Wrack.
Dabei sehnst du dich doch nur nach jemanden der dir die ganze Last von deinen Schultern nimmt. Du suchst nach Halt. Viele Menschen reichen dir die Hände, doch wenn du wirklich den Halt, den Schutz, die Geborgenheit brauchst, sind die Hände die dir einst halt versprachen verschwunden. 
Ein Meer aus Worten prasselt auf dich herab, so wie Steine bei einer Steinigung. So weh
tun sie. "Du bist es nicht wert, wirst es nie sein, du wirst nichts, kannst nichts, bist nichts, keiner will dich" Und die Worte hallen in deinem Kopf wie ein Echo, immer und immer wieder. Und irgendwann glaubst du diesen Worten. Denn die Worte verfolgen dich, lassen dich nicht mehr los.

Äußerlich bist du cool, du bist
glücklich, kein Mensch auf dieser Welt könnte dir was. Doch warum
schaut niemand hinter die Fassade? Sucht dein wahres ich? 
Wieso hört keiner deine stummen schreie, nach liebe und geborgenheit?
warum sieht niemand die wunden, die Narben auf deinen armen?
Sind sie alle Blind, oder wollen sie das alles nicht sehen? (C)