09 April 2011

es war fast als weckte mich die stille.
ich starre an die decke und frage mich was ich hier tue, warum ich überhaupt hier bin, warum dieser Junge neben mir liegt. Vorsichtig schaue ich zur Seite und sehe ihn mir an. er sieht schön aus wenn er schläft. Wunderschön. Mein Blick löst sich und wanderert Richtung Brustkorb, der sich rhythmisch hebt und senkt. Leise höre ich wie er ausatmet. Ich will mich mit dem Kopf auf seine Brust legen, hören wie sein Herz schlägt. Ich möchte mir selbst beweisen, dass das gerade echt ist, dass es real ist, einfach das es
keiner meine unerfüllten Träume ist. Er bewegt sich, und ich zucke zusammen. Sehe aus den Augenwinkeln, wie er sich dreht und seinen Arm auf meinem Bauch ablegt. Adern zieren seine Arme, ich mag das und möchte drüber streichen, aber ich traue mich nicht. Er schläft immer noch, sieht dabei so friedlich und zugleich atemberaubend schön aus, ob er wohl träumt? Von mir? Von uns? Ich drehe mich zu ihm und sehe ihn an, wie schön er ist ...  Mein Finger streicht über seine dunkelblonden Haare und wie von selbst legt sich meine Hand auf seine Brust, ich kann fühlen wie sein Herz schlägt, ruhig und gleichmäßig. Es ist echt, sage ich zu mir. Es ist real. Ich nehme Gemurmel wahr, und er öffnet langsam seine Augen. Er sagt irgendwas doch ihr höre nicht mehr zu, kann nicht mehr zuhören, bin gefesselt von seinen dunkel blauen Augen. "du siehst wunderschön aus", kommt es aus seinem Mund. Was ich? Ich und wunderschön, frage ich mich  leise. "Ich doch nicht", widerspreche ich in Gedanken. Er sieht mir in die Augen und ich weiß, jetzt  ist der Moment. "Küss mich, loooos küss mich", denke ich mir. Seine Hand streicht mein Gesicht und ich spüre seinen warmen Atem an meiner Wange. "Küss mich", flüstere ich leise. Und er tut es. (C)