24 September 2011

ich hab gel(i)ebt.




September letzten Jahres, alles wurde komisch, alles wurde anders. Und dann, ja dann ging alles zuende.
Wir sahen uns immer weniger, immer ausreden, du hattest dies, du hattest jenes. Irgendwo nur leere Worte, ich weiß. Ich wusste das alles zuende gehen würde, aber ich wollte es nicht wahrhaben.
Am Vortag, als alles auseinander brach, besuchte ich dein Profil, irgendwas war anders. Es brauchte eine Zeit bis ich merkte das etwas fehlte, was fehlte. Das Vergeben an. Ich realisierte und fing panisch an zu weinen, japste nach luft. Ich hatte dich verloren, endgültig. Am Abend schriebst du mir, dass wir reden müssten. Ich willigte ein, aber ich wollte nicht. Du sagtest wir würden uns an der Bank, bei der großen Eiche treffen, halb 6 am Abend. Eigentlich waren wir immer zusammen dort hingegangen, saßen dort, haben rumgealbert, gelacht. Aber dieses Mal ging ich alleine. Ich setzte mich auf die Bank und sah in der Ferne deine Umrisse. Du warst wirklich schön, ich hab dich immer angesehen und war überwältigt von deiner Schönheit, selbst jetzt wo du vor mir standest, du sagtest Hey und ich gab ein verkrampftes lächeln von mir. Es war kalt ich fror. "Setz dich neben mich, es wird alles gut", riefen meine Gedanken dir zu. Die Blätter wogen im Wind, wind verwehte deine Haare, bist so schön, so schön .. kinder ließen ihre Drachen im Hintergrund steigen, der Himmel war blau, wir müssten nicht hier sitzen. Deine Lippen bewegten sich, aber ich hörte dich nicht, ich wollte dich nicht hören, ich sah dich nichteinmal an. Du sagtest dass wir Freunde bleiben könnten, fragtest ob wir das kleine stück zurck zusammen gehen wollten, ich lachte. Freunde. Ich gab dir zu verstehen, dass du  alleine gehen solltest, ich verschwand im Wald. Du solltest nicht sehen, wie verletzt ich war, du solltest nicht sehen wie ich weinen würde. Die Dorfuhr schlägt 6 Mal. 18 Uhr. Unsere Wege trennen sich.

Ich hab mir damals ein Passfoto von dir aus dem portmonee genommen.
einfach weil ich irgendwas von dir bei mir haben wollte.
Ich legte es hinter meinen Handyakku.
Dort liegt es bis heute.
ich hab gel(i)ebt.