18 September 2011

ich warte auf dich.


                                 

Spiel nicht mit Herzen, oder denen die das mit deinem tun.
Wir sind nicht reich, werden's nie sein.
Probleme für's Leben zu groß, für's Sterben zu klein.
Du weißt, es regnet nicht ewig, immer nur schwer,
nur stets zum Kinn und höher, Zeit schwimmen zu lernen. 

Es wäre heut' nicht wie es ist,
wär es damals nicht gewesen wie es war
Der Sinn des Lebens ist leben!


Ich rufe dich an, mit dem wissen, dass du nicht rangehst. Und trotzdem tut es immer wieder weh, wenn deine Mailbox anspringt. Ich warte darauf, dass du dich rückmeldest, mit dem wissen, dass du es nicht tust. Und trotzdem tut es immer wieder weh..

Ich trink einen Schluck von dem durchsichtigen Zeug, was so unschuldig aussieht. Unschuldig wie Wasser. Einen Schluck Coca-Cola hinterher. Ich verziehe mein Gesicht, schmeckt alles nicht. Soll es nicht, es soll nur wirken. Es soll vergessen lassen, nur für den Moment, mir egal. Hauptsache mein Kopf ist nicht so randvoll von dir. Hauptsache nicht jeder Gedankengang geht an dich. Hauptsache ich denke nicht immerzu an dich. Meine Beine fühlen sich schwer an, momentan ist mir alles egal. Ich greife nach dem glühenden Stängel, ziehe dran. Puste aus, atme ein. Trinke weiter. Ich muss nach Hause, müssen bescheid geben, das alles ok ist, müssen so tun, als würden wir zuhause bleiben. Eigentlich will ich nur zu dir. Zuhause angekommen, wähle ich deine Nummer, nichts. "Hallo Mama, wollte nur sagen dass wir jetzt zuhause sind, gucken jetzt einen Film", spricht sie in das Telefon. Sie lügt, wir würden gleich wieder rausgehen. Wie war das, der sinn des lebens ist leben, ha? Wir sitzen auf dem Boden, sie öffnet den Sekt. Ich weiß wie's ihr geht, schlecht. Genau wie mir. Alles was sie will ist ihr Gefühl betäuben. Aber wir erreichen genau das Gegenteil. Sehnsucht macht sich breit, wimmernde worte, tränen laufen. Welt ist behindert, liebe ist behindert, gefühle sind behindert. etikett fetzen liegen auf dem Fußboden, daneben eine Rolle Klopapier, wir trocknen unsere tränen, machen uns auf den Weg zurück und spielen die Rolle, der Glücklichen.