23 September 2011

jung sein, frei sein





Mein Handy vibrierte. Sms von dir. "Wollen wir jetzt ins Schwimmbad einbrechen?" Dahinter ein Smiley. Ich lächelte. "Ins Schwimmbad einbrechen", dachte ich mir. "Wie verboten". Er war verrückt. Und ich war verrückt nach ihm. "Ok.", schrieb ich und er schrieb er würde sich melden wenn es soweit war. "Komm raus", schrieb er mir. Leise ging ich die Treppe runter, schnappte mir den Hauschlüssel, meine Schuhe und schlich leise aus der Tür. Sie fiel ins Schloss. Geschafft! Er wartete bereits auf dem Bürgersteig, ein lächeln zierte sein Gesicht, als er mich sah. "Hey, mein Engel", flüsterte er leise, umfasste meinen Kopf und küsste mir die Stirn. Ich schenkte ihm ein lächeln, ich liebte ihn. ich liebte ihn wirklich. Er nahm meine Hand und wir liefen Richtung schwimmbad. Es fühlte sich so richtig an, seine Hand in meiner. So verdammt richtig. Wir liefen an Feldern vorbei, durchquerten ein kleines Waldstück. Alles sah in der Nacht so anders aus, so beängstigend. Er wies mit seiner Hand auf das Loch im Zaun, ich kroch durch und er folgte mir. "Wir sind verrückt", sagte ich. Und du sagtest grinsend, dass wir nur einmal leben würden. Du hattest recht. Der Sinn des Lebens ist leben. Und das tat ich mit dir, leben. "Worauf wartest du?", rief er als er sein T-Shirt über den Kopf zog. Er sah so schön aus, er war alles was ich hatte. Danach folgte die Hose. Er war aufgedreht wie ein kleiner Junge "wohooo", rief er als er mit anlauf in das kalte Wasser sprang. "Kommst du?" sah er mich fragend an. Er wusste dass ich Probleme mit meinen Körper habe, ich mochte ihn einfach nicht. Zögernd zog ich mich aus, ekliges Gefühl. Ich stieg zu ihm ins Wasser, er kam näher. "Du bist wunderschön", sagte er. "Du lügner", dachte ich, küsste ihn aber dennoch und er erwiderte meinen.