23 Oktober 2011

for the first time.


"try to break my heart, well it's broken."

Ich hab mich schon immer gefragt, wie es wird dich zu treffen.
jetzt weiß ich es.


Ich habe in Essen auf die S-Bahn gewartet, die Minuten haben sich langezogen wie ein Kaugummi, und die Minuten in der S-Bahn waren die Hölle. Es war fast so als, hätte ich mein Herz selbst schlagen hören, so laut war es. Es war eine Mischung aus, purer Angst und Vorfreude, die dir irgendwie das Herz zugeschnürt hat und die Lunge. Mir war sogar schwindelig. Ich war so gedankenversunken dass ich völlig erschrak als die Monotone Stimme der S-Bahn: "Oberhausen Hauptbahnhof" sagte. Und irgendwie wurde mir in dem Moment ganz schlecht. 11:13, ich hatte dir extra gesagt, dass du doch bitte 10 Minuten später kommen solltest, na ja, wegen der Aufregung ich wollte runter kommen. Vanessa war am Telefon, sie lachte mich aus, weil ich so völlig durch den Wind war. Ein Junge gesellte sich neben mir auf die Bank er schmunzelte auch schon über mich. ich war gerade dabei meine Flasche zurück zu stecken, als ich dich aus dem Augenwinkel sah. MEIN HERZ BLIEB STEHEN. Für einen kurzen Moment, dachte ich sogar daran wegzulaufen. Du trugst einen dunkel grünen trenchcoat, eine schwarze röhre, und um den hals einen schwarzen schal. Du lächeltest und ich glaube, dass ich auch lächelte. Wir umarmten uns und auf einmal war meine ganze Aufregung schlagartig weg. Du warst noch nie, zu keinem Zeitpunkt fremd. Im Bus auf dem Weg zum Kino, saßen wir nebeneinander aber durch den Gang getrennt, ich sah dich nicht an. Konnte ich noch nicht, ich war mit lächeln beschäftigt. Das Kino war fast leer, Reihe K die letzten zwei Sitze. Keiner wollte die Nachos halten, also stelltest du sie auf den Boden. Wir redeten und du blödeltest rum, ärgertest mich und ich hab dich gehauen. Wir saßen einige Zeit so, dass wir uns gar nicht berührten, ich achtete stets darauf, dass ich dein Ellenbogen nicht berührte, da wir uns ja eine Sitzlehne teilten. Doch mit der Zeit war dein Ellenbogen an meinen gequetscht und deine Hand streifte immer wieder meine, irgendwann hast du sie gestreichelt und ich habe deine Hand genommen. Hat sich richtig angefühlt, so verdammt richtig. Anschließend gingen wir Spazieren, CentroPark und etwas abwärts in einem kleinen Waldstück. Wir haben einander die Hand gehalten, so wie ich es mir in meiner vorstellung immer Vorgestellt hatte. Ich dachte an die Sternschnuppe die ich heute morgen sah. Ich wünschte mir, dass es gut werden würde. Wir haben uns auf eine Steinreihe gesetzt und du hast mich geärgert, worauf ich aufstand und mich vor dich aufbaute. Ich sei so groß wie eine Sonnenblume, sagtest du einmal. Ich muss immer an dich denken, wenn ich Sonnenblumen sehe. Du hast mich an der Hand gehalten. Wir haben uns in die Augen gesehen und ich hab mich zu dir rüber gebeugt, ich wollte dich schon die ganze Zeit küssen. Ich hab mich auf deinen Schoß gesetzt und du hast meine Hände genommen und mich ganz fest an dich gedrückt. Ich fragte ob wir uns jetzt öfter sehen würden und du sagtest du würdest es hoffen. Hast mir die Stirn geküsst, die Wangen den Mund.


Ich schloss die Augen, die Bäume rauschten, die Sonne kitzelte mein Gesicht.
Ich hielt den Jungen den ich lieb(t)e an meiner Hand.