03 Oktober 2011

Gute Nacht, schönen Tod.




ich hab manchmal so einen enormen hass auf mich, auf mein gottverdammtes leben. nimm das messer, ein schnitt, vielleicht auch zwei, falls ich verfehle oder unsauber arbeite. "Arbeite". Klingt in dem Zusammenhang schon fast witzig. Arbeite daran mir die Pulsadern aufzuschlitzen. "Haha", denk ich. Tränen laufen mir über die Wangen. Alles wäre vorbei, alles. Ich wär das alles los, diesen "was wenn" Gedanken, den Hass auf mich selbst. Ne Flasche Wodka, am besten Pur. Benebelt, suizidgedanken. Fast wie vor zwei Jahren. Lag im Schnee. 2 Promille. Unterkühlt. Einziger Gedanke: Sterben.
Krankenwagen, Krankenhaus. 3 Uhr Nachts, wo bin ich? Im Himmel? Ernüchterung, ich war nicht im Himmel. Tränen und nur noch mehr Hass, suizid fehlgeschlagen.

HAST DU JE GEWUSST DASS ES WEGEN DIR WAR?
hast je überhaupt davon gewusst?
ich denke nicht.

Schreibe die letzten Zeilen des Abschieds, meine Hand zittert. Verwahre den Brief gut sichtbar auf dem Holztisch, der in der Mitte meines Zimmerst steht. Wie war das? Tote Mädchen lügen nicht.
Plant man seinen Tod eigentlich, oder macht man es einfach?

Messer, Tabletten? Scheiß egal.
Am besten beides, zur Sicherheit versteht sich von selbst, oder?

Gute Nacht, schönen Tod.