12 Oktober 2011

lost.




Ich rolle mich zur Seite und starre auf deine leere Betthälfte. Dort hast du sonst immer gelegen und mich angesehen, mit einem lächeln im Gesicht. Du hast meine Hand gehalten und gesagt du würdest mich lieben. Eine Träne sammelt sich, verlässt mein Auge, sucht sich seinen Weg auf meiner Wange und lässt sich schließlich auf meinem Kissen nieder. Ich lächle zaghaft und wische mir über die Augen. Stark sein, denke ich mir. Du musst stark sein. Für ihn, du hast es ihm versprochen.
Ich erfuhr es über die Polizei. Sie sagten, du hättest einen Unfall gehabt. Ich hörte die Stimme aus dem Telefon nur nich verschwommen und sank unter Tränen zu boden. Mein Brustkorb fühlte sich an wie zusammengequetscht und ich japste wimmernd nach Luft.
Im Krankenhaus rannte ich panisch durch alle Gänge. Es schien als würden sie sich immer länger und länger ziehen. Intensivstation wurde mir gesagt. Es sähe schlecht aus für dich. Mir blieb die Luft weg.
Ich griff nach deiner Hand und es zuckte sogleich durch meinen ganzen Körper. Denn deine Hand, sie war eiskalt. Erneut stiegen mir die Tränen in die Augen. Ich ließ mich auf dein Bett nieder, deine Hand fest umschlossen. Meinen Kopf legte ich auf deiner Brust nieder, denn ich ertrug deinen Anblick nicht. Das Geräusch deines Herzens beruhigte mich. Ich betete, dass es nie aufhören würde. Dein Brustkorb hob und senkte sich und ich schlief unter Tränen ein.


Du fuhrst mit deinem Daumen über meinen Handrücken, so wie du es immer getan hast. Ich würde wach. "Hey", sagtest du mit zittriger Stimme. Und ich lächelte unter Tränen. "Hör auf zu weinen", sagtest du mit sanfter Stimme und wischtest mir die Tränen vom Gesicht.
"Du musst stark sein", sagte er. "Versrpich es mir". Ich nickte und tränen rollten meine Wangen herab. Dabei waren wir doch immer stark. Wir zwei zusammen. Er strich mir die Haare aus dem Gesicht und platzierte meinen Kopf erneut auf seiner Brust. Sein Herz, das schlug. "Und du musst mir noch eines Versprechen". Er hielt kurz inne, seine Stimme erstickte in Tränen. "Werde glücklich, werde glücklich", sprach er mit Nachdruck. Ich nickte erneut. "Ich liebe dich", wich aus seinem Mund und er schloss die Augen und er machte sie nie wieder auf.
Ein paar Minuten ruhte ich noch auf seiner Brust und hoffte darauf, sein Herz einsetzten zu höre, doch vergeblich. Es fing nicht wieder an zu schlagen. "Ich liebe dich auch" flüsterte ich unter Tränen. Sah ihn zum letzten mal an, fuhr über Nase, Mund und Stirn und küsste ihn. Ich küsste ihn, mit dem wissen dass es das letzte mal war.

ich kreuzte meine finger, als ich nickte.
ich konnte nicht ohne ihn glücklich werden.
wie auch?