08 Oktober 2011

verloren.




Ich werfe einen Blick in den Spiegel. Verlorener Blick. "Verloren siehst du aus". Tiefe Augenringen, blasse Haut. Die Haare habe ich weggesteckt. Ich sehe verloren aus. Und genau das bin ich, verloren. Ich wende meinen Blick ab und verkrieche mich wieder zurück in mein Zimmer. Schwüle Luft schlägt mir entgegen. Die Heizung aufgedreht auf 5, obwohl ich gar nicht friere. Die Rolläden sind zu, nur eine Lichterkette neben meinem Bett erhellt mein Zimmer. Ich krieche wieder in mein Bett und spüre die Wärme. Ich wünschte du würdest mir dieses Wärme geben. Ich wünschte du würdest mich wärmen wie mein Mantel. Ich wünschte du würdest mir mein Herz aufwärmen.  Ich lege mich auf den Rücken, rücke mein Kissen, zurecht danach meine Decke . Ob du gerade an mich denkst? Sicher nicht.
Mein Blick trifft auf das Brettchen, welches mein Radio trägt. Ich habe mal deinen Namen dort drunter geschrieben. "Vielleicht sollte ich ihn wegwischen", denke ich mir.
Denn du hattest uns schon weggewischt, aber eigentlich war ich diejenige die uns wegwischte.
Es reichte ein Wort von dir und all meine Hoffnung verging gänzlich. "Schlecht" schriebst du ohne dahinter einen Punkt zu setzen. So fühlte ich mich Tage zuvor, bis jetzt. Schlecht.

Es wurden mir viele Hände gereicht, aber ich hab sie alle losgelassen. Dabei suchte ich doch eine Hand die mich leitete, mir den richtigen Weg zeigte. Aber ich lies auch deine Hand los, ohne dass ich es wollte. Und wenn ich eines weiß, dann ist es, dass du meine Hand nie wieder nehmen wirst.

Ich wollte perfekt sein für dich.
ich wollte das Beste sein.
wir wären glücklich geworden.
ganz sicher.