23 November 2011

bygone



"Und Ich hatte Ihn schon gar nicht lieben wollen. Denn eins wusste ich ganz gewiss  wusste es in der Magengrube, im Knochenmark, vom Scheitel bis zur Sohle, tief in meiner leeren Brust, nämlich dass die Liebe einem Menschen die Macht gab, einen anderen zu zerstören."


Die Lage scheint aussichtslos und der Weg einfach zu weit. Du kannst dich noch genau an den Startschuss erinnern. Du liefst los ohne Bedenken! Und jetzt stehst du dort, Augen verheult und der Weg noch so unendlich weit. Du warst dir Anfangs doch so sicher, diesen, ja genau diesen Weg zu gehen. Du hast ihn dir ausgesucht, du bist ihn angetreten, los gelaufen .. Du wolltest es doch, Kind. Du standest da, zuversichtlich, positiv in die Zukunft blickend. Du warst dir so sicher, dass du diesen Weg gehen wolltest, du dachtest, du würdest es schaffen, durchstehen. Und nun liegst du da, erschöpft , zitternd und mit verheulten Augen schaust du in Richtung des Ziels. Es scheint so nah, aber es wird immer unerreichbar bleiben. Komm steh auf kleines Püppchen, ich dachte du schaffst das? Naiv und dumm wie du bist. Gib es zu, Schätzchen. 
Du hast dich überschätzt. Du wusstest, dass es nicht klappen würde, du wusstest es. Es konnte gar nicht anders kommen. Es musste so kommen, du bist zu schwach liebes. All' deine Vorsätze verblassen. Du bringst es zu nichts! Sieh es ein. Du bringst es zu nichts. Zu nichts! Du denkst dir, so kann es nicht sein, so kann es nicht bleiben, du hast zu viel aufgegeben, so viel hast du zurück gelassen, ist auf der Strecke liegen geblieben. Es kann nicht das Ende sein. Nein. Die Lage scheint aussichtslos und der Weg zu weit. Du fässt all' deinen Mut zusammen, siehst wieder auf, machst Schritte, mit dem Ziel im Blick, gehst du immer weiter darauf hinzu. Du streckst deine Hand aus. Und versuchst es zu berühren. Nichts. Ein weiterer Rückschlag. Doch du bleibst stark, fällst nicht zu Boden. Du läufst weiter mit erhobenem Haupt. Tränen laufen dir über die Wangen, wisch sie weg Kind, du musst stark sein! Sieh deine Haut mein Kind, was hast du getan? Deine Haut, übersät von Narben und Stichen. Nein, Blick nicht zurück, es ist deine Vergangenheit mein Kind. Schau' nach vorn', richte dich auf, sieh nicht zurück. Du kämpfst dich nach oben. Sieh, du stehst. Der erste Schritt ist gemacht. Los nun geh, geh deinem Ziel entgegen. Schritt für Schritt. 

Ich dachte immer wir würden zusammen kämpfen.
Damit, das wir das wir hatten, stärker und stärker wurde.
Aber Nach den ersten 500 Metern unseres Weges, müsste
ich feststellen, dass du auf der Strecke bliebst. Du bist gefallen
und nicht wieder aufgestanden. Stattdessen, hast du mir Lügen hinterher
geschmissen. Und ich? Naiv wie ich war, Blind vor Liebe. Hab alles
nicht sehen wollen. Habe immer weiter gekämpft, weil ich daran
glaubte, dass du gut seist. Du hast mich fallen gelassen.
Und jetzt ist meine Zeit, jetzt lasse ich dich fallen.


Lasse dich fallen mit einem Lächeln im Gesicht.


ps: mein aller erster text, schon uralt.
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