31 Januar 2012

nobody breaks my heart




Und nun stand er vor mir und pustete Zigarettenrauchringe in die
schwarze Nacht. Er mustert mich nachdenklich. "Ich habe das 
Gefühl, dass du anders bist", sagt er schließlich

Und dann denke ich an dich.

"Ist anders gut?", frage ich.
Und er antwortet mit einem "Ja."

Und dann denke ich an dich.

"Wenn irgendjemand, irgendjemand dich erobert", sagt er zögernd. "Und dir dann 
dein  Herz bricht... dann werde ich der erste sein, der zuschlägt. Ich bin nicht 
gewalttätig,  aber ich könnte nicht mit ansehen, wie du unschuldigerweise 
verarscht und ausgenutzt wirst."

Und dann denke ich an dich.

"Ich muss gehen", sage ich und er guckt ganz verwundert.
"Habe ich was falsches gesagt?" fragt er.
"Nein", sage ich, drehe mich um und gehe.
"Kimberly" ruft er und ich höre wie er mir nachläuft.

Und dann denke ich an dich. 
warum sagt er dieselben dinge wie du?
das macht mir angst.
 

30 Januar 2012

dying butterflies



Und wenn die Schmetterlinge im Bauch, anfangen sich anzufühlen
wie Rasierklinge, ist es Zeit sie freizulassen. Und genau das habe
ich getan. Ich habe sie freigelassen, die Schmetterlinge. Sie
haben nur ganz ungläubig geguckt. "Was, jetzt schon?" haben sie 
gefragt und ich hatte still genickt. Einige von ihnen waren schon
tot, oder ganz geschwächt, die anderen waren noch ganz munter.
Hoffnungsschmetterlinge. Und dann habe ich das Fenster geöffnet
und sie sind davon geflogen. Alle samt und ich habe sie darum gebeten
nicht wieder zukommen.

29 Januar 2012

bitte lächel



Irgendwann wirst du eine Sms erhalten.
"Schau mal aus dem Fenster." und damit wird dein Fenster gemeint
sein, welches zur Straße rausgeht. Dort werden dann drei, oder vier 
Buchstaben geschrieben stehen. Vielleicht willst du sie nicht
lesen, nicht wissen. Vielleicht bin ich längst vergessen, kein
Thema mehr. Längst abgeschrieben, der Vergangeneit angehörend.
Ich will nur dass du das weißt. Dass du weißt dass ich da war.
Immer noch die Liebe in meinem Herzen trage, die Hoffnung.
Liebling, du sollst nur wissen, dass es für mich nicht zuende ist. 
Und irgendwie wird es nie zuende sein. Weil wir die Tinte unter
der Haut tragen, die uns einander immer erinnern wird. 

für immer, hatten wir einmal gesagt. Und genau das sind wir.
Du brauchst nur einmal in den Spiegel zu blicken, auf deine
Finger, oder ich an mein Handgelenk. Wir haben das
Versprechen gehalten. Vielleicht nicht, uns für immer zu lieben.
Aber in der Erinnerung, werden wir für immer ein wir (gewesen) sein.

27 Januar 2012

hold on to what you believe





Sie schaut mich fragend an. "Und?", fragt sie.
Ich zögere ein wenig. "Es ist vorbei", sage ich leise
und dabei zieht mein Herz sich so seltsam zusammen. 
Nie hatte ich diese kleinen Worte ausgesprochen.
Nur gedacht, nur geschrieben, nie ausgesprochen.
Vorbei hallt es in meinem Kopf.
"Ich habe dir doch gesagt, er ist nicht deine große Liebe",
sagt sie und schaut mich mitfühlend an. Ich schweige.


"Wo sind die Bilder aus meinem Zimmer?
"Weg" sagt sie. "Komm aus deinem Loch raus."
Ich nicke während mir zwei Tränen die Wangen
runterkullern."Du hast genug geweint", sagt sie
und nimmt mich in den Arm. "Alles wird gut", 
flüstert sie. Und in Gedanken sage ich zu ihr dass sie doch
aufhören soll zu lügen.


25 Januar 2012

wounded




"Ich sprach von der  Liebe, du von einer Freundschaft.
Ich sprach von der Zukunft, du von der Gegenwart.
Ich sprach von den Erwartungen, du von der Realität.
Ich sprach von den Gefühlen, du vom Eisberg.
Ich erzählte dir was pasiert war, du schwiegst.
Ich erzählte dir von meinen Träumen, du schwiegst.
Ich erzählte dir von mir, du schwiegst.
Ich sagte dir ich liebe dich, du schwiegst."

24 Januar 2012

trag dieses lachen bei dir wenn du gehst


words you don't want to read III


Die Brücke sieht ganz verlassen aus. Einsam und verlassen. Fast ein wenig hässlich
im Grau dieser regnerischen Tage. Der Regen küsst mich, als ich vor dem Gitter stehe.
Ein Schild hängt daran. "Betreten verboten", steht darauf. "Einsturzgefahr." Das Schloss
halte ich fest umschlossen in meiner linken Hand, in der Rechten drei Schlüssel.
Ich habe unsere Buchstaben reingeritzt. Zuhause in Papas Werkstatt mit einem 
Schraubenzieher. Dazu ein Herz und unser Datum. Davor war das Schloss golden.
Klar, jetzt ist es das immer noch. Aber an den besagten Stellen ist es jetzt Silbern.
Ich habe nur die Buchstaben und Zahlen nachgemalt, mit schwarzem Edding. Sieht
man besser. Ich bin über die Absperrung geklettert und habe das Schloss an den
rostigen Draht gehängt. "Klick" hat es gemacht. 3 Schlüssel hielt ich in der Hand.
Einen für dich, einen für mich und einen für uns. Ich habe gelächelt und mich 
tänzelnd auf dem morschen, rutschigen Holz bewegt. Die Drei Schlüssel fest um-
schlossen. Ich habe mich an das Brückengeländer gestellt und einen Schlüssel gelöst.
Schloss meine Augen und habe weit ausgeholt und den Schlüssel in die Wietze geworfen.
So weit von mir, wie ich mein Herz gerne werfen würde. Danach habe ich deinen Schlüssel
in die Hand genommen und ihn fortgeworfen. Ich wünschte du hättest mit mir dort gestanden.
Ich zählte "eins", du "zwei" und ich anschließend "drei." Dann hätten wir zwei sie gleichzeitig
fortgeworfen. Einen Schlüssel habe ich behalten. Ich habe ihn in das Buch gelegt,
welches von uns erzählt, ganz hinten in die Hintertasche. Für den Fall, dass mein Wunsch eines
Tages vielleicht doch in erfüllung ginge. Dann würde wir ihn gemeinsam wegwerfen. Diesen
dritten Schlüssel, der nur in dieses eine Schloss passt. Jetzt hängt das Schloss da. Bis morgen,
übermorgen, in 10 Jahren, bis für immer. Und wenn einmal die schwarze Farbe vom regen
verwaschen ist, kann man immer noch sehen was dort geschrieben steht. Die Leute
werden sich einander ansehen und fragen, welche Geschichte hinter diesem Schloss steckt.
Welch Liebe, welch Wunsch. Aber das werden sie nicht erahnen können. Selbst dann nicht,
wenn ich ihnen davon erzählen würde. 


1,45€ hatte die Frau beim Postamt gesagt und ich drückte ihr ein 2€ Stück in die Hand.
"Vielleicht kommt es morgen schon an", hatte sie gesagt mit einem lächeln im Gesicht.
Ob du wohl auch so lächeln wirst, wenn du diesen braunen Umschlag erhälst? Ich denke nicht.
Du weißt was drin steckt. Aber ich habe etwas beigelegt. Vier handgeschriebene Briefe.
Words you don't want to read II.
Plus Zwei die von dir stammen. Lege sie bitte nicht beiseite. Lies diese Zeilen. 
Lies nur noch das von mir. Ich bitte dich drum.


 dreh dich um..

23 Januar 2012


genau das wollte ich vermeiden.
mir die frage stellen zu müssen.
was wäre wenn. 
was wäre wenn ich doch gefahren wäre.

22 Januar 2012

words you don't want to read


•Hi
            •I miss you
           •I love you
                •I wait for you
                               •I don’t know what to do
                                                          •I am wondering if and when you plan on 
                            returning in my life
                                                                  •but honestly I don't think thats going to happen
                                               •but inside I wish for it to happen    
           •okay then
  •bye


tattoos piercings tofu glühwein bahnhöfe pinguine facebook schuelervz jim beam pandas
kunst aachen alsdorf annapark italien print-shops (menthol)zigaretten silvester babycreme
bioshampoo + zahnpasta chinchillas eddings dunkelblau joghurt tee mr. nobody esspapier
tomatenmark interpretationsketten ich-packe-meinen-koffer zusammen gewachsene
augenbrauen blistex-lippenbalsam Classic Silbershampoo unzählige Bilder
Tattoo am Handgelenk 90 Seiten Bahntickets schwarze tank tops graue t-shirts mit 
v-ausschnitt liebe braucht keine ferien AND EVEN MORE

21 Januar 2012

stille fragen



"Jede Geschichte beginnt, als wäre sie schon zu Ende.
Ich suche den Grund zu gehen, suche nach dem, was mich verletzen 
könnte. Als  wäre es leichter, wenn ich wüsste, was mir das Herz brechen wird."

20 Januar 2012

manchmal

"Wenn man darüber nachdenken muss ob man jemanden liebt, liebt man nicht." - Nun frage ich dich: Musst du drüber nachdenken?


Ich habe schon damals nicht gewusst, was dieser Reiz an dir war. Dieser Reiz von dem ich mich nicht mehr lösen konnte und als ich dich gesehen habe, wusste ich es auch nicht. Selbst jetzt kann ich es immer noch nicht definieren, aber vielleicht macht genau das dieses verliebtsein aus? Warum liebe ich dich überhaupt? Oder warum liebst du mich? Als ich bei dir war, habe ich mich gefühlt, als wäre ich angekommen. Ich war zuhause und deine Umarmung war mein Zufluchtsort. Aber jetzt bin ich ohne bleibe. Ich bin Herzlos. Ich habe dich gefragt, wie du dir das vorstellst, das Vergessen. Ob ich meine Gefühle, samt Herz an den Straßendrand stellen und darauf warten soll, dass sie jemand abholt? Sag mir, warum war niemand da und hat sie abgeholt. 




Sie konnten nicht abgeholt werden, weil ich sie nie an den Straßendrand gestellt habe. Ich habe sie in mein Herz verschlossen und den Schlüssel in den See geworfen. Ich habe dir den Schlüssel nicht gegeben, weil du mein Herz aufgeschlossen hättest um diese Gefühle rauszuholen, um sie wegzutragen, damit es mir besser ginge. Hör auf, das sind alles Worte die ich nicht hören will. "Kannst du mir nicht was anderes sagen?", hatte ich am Telefon gefragt und du fragtest was ich hören wolle. "Weiß nicht", habe ich geantwortet, aber in Gedanken habe ich dich angeschrien, an den Schultern genommen und geschüttelt. Dass wir zusammen bleiben, wollte ich hören. Dass uns niemand trennen kann. Keine 400km, nichtmal ein dummes Stück Papier. Eben gar nichts. Ein ich liebe dich. Ein alles wird gut, wollte ich hören. Eben all das was ich immer zu dir sage, weil ich so dumm bin, so naiv, so gutgläubig? Manchmal wünschte ich du wärst auch so naiv. Manchmal wünschte ich, dass du dich selbst ein bisschen mehr lieben würdest. Viel mehr. Manchmal würde ich dir gerne meine Augen schenken, nur damit du siehst, wie wunderbar du eigentlich bist. Du wirst versuchen, meine Augen abzulegen, aber das wirst du nicht können, genauso wenig wie ich es kann. Weil du fesselnd bist. Manchmal würde ich dir meine Liebe in dein Herz schütten, damit du merkst wie sehr ich dich liebe, damit ich alle deine Zweifel wegfege. Ich lasse 365 T-Shirts bedrucken, die darauf hinweisen, dass ich zu dir gehöre, dass es einen Menschen an meiner Seite gibt. Oder gab? Wieso schreibe ich diesen Text eigentlich in der Vergangenheit, das was ich fühle wird sich nicht ändern in ein paar Wochen, oder Monaten, auch wenn du das vielleicht möchtest und mir dann nichts anderes übrig bleibt. Manchmal wünschte ich, ich hätte mehr Stimme, als Worte, um dir das hier sagen zu können. Aber ich habe sie eben nicht, diese Stimme. Weil ich Angst habe. Ich will dass du glücklich bist und ganz gleich wie du dich entscheiden solltest, so werde ich auch glücklich sein, solange du es auch bist. Ich werde nicht mehr nach dem warum fragen, ich werde es hinnehmen. Ich werde dir Briefe schreiben, jeden Tag einen, solange bis mein Herz aufhört zu schreien. Irgendwann, in ein paar Jahren, werde ich dir diese zuschicken. So wie in den ganzen Liebesfilmen. Weißt du, Träumen macht glücklich, manchmal.

Kommst du mit Spazieren? Nächste Woche Samstag?
 


19 Januar 2012

"What do you do when I'm normally go?"


"Wait for you to get back."


Das Ende vom Lied

Mascha Kaléko

"Ich säh dich gern noch einmal, wie vor Jahren
Zum erstenmal. - Jetzt kann ich es nicht mehr.
Ich säh dich gern noch einmal wie vorher,
Als wir uns herrlich fremd und sonst nichts waren.

Ich hört dich gern noch einmal wieder fragen,
Wie jung ich sei ... was ich des Abends tu -
Und später dann im kaumgebornen «Du»
Mir jene tausend Worte Liebe sagen.

Ich würde mich so gerne wieder sehnen,
Dich lange ansehn stumm und so verliebt -
Und wieder weinen, wenn du mich betrübt,
Die vielzuoft geweinten dummen Tränen.

- Das alles ist vorbei ... Es ist zum Lachen!
Bist du ein andrer oder liegts an mir?
Vielleicht kann keiner von uns zwein dafür.
Man glaubt oft nicht, was ein paar Jahre machen.

Ich möchte wieder deine Briefe lesen,
Die Worte, die man liebend nur versteht.
Jedoch mir scheint, heut ist es schon zu spät.
Wie unbarmherzig ist das Wort: «Gewesen!»"
- - -  
Mittwoch 2 Stunde, Deutschklausur. 
"Das Ende vom Lied". Liebeslyrik von einer 
gescheiterten Liebe, vom Vermissen 
und Sehnsucht. Vom Zeit zurückwünschen.
"Das erinnert mich an uns", denke ich.
"Fang an zu Interpretieren Kim.", sage ich.

Mittwoch 4. Stunde, 1077 Wörter später.
Habe mich in dem Gedicht wiedergefunden, 
danach dich. Und wenn ich mir diese 6
Seiten Interpretation durchlese, kann ich uns rauslesen. 
 
 

18 Januar 2012

falling star





Ich wollte mich verschließen vor dir, aber was deine Abwesenheit auslöste war deine Anwesenheit, ohne dass du wirklich  da warst. Aber du warst da, mehr als zuvor. Ich habe mir die letzten Tage eingeredet, dass alles gut werden würde. Mein Kopf  und mein Herz sind schon fast von diesem Gedanken bessessen. Alles wird gut. Ich habe dich angerufen, 20 sekunden lang  hat es getutet, ehe deine Stimme erklang. Ein Hallo, darauf folgte Stille. "Willst du dazu etwas sagen?", habe ich gefragt und du hast "Ja", gesagt und danach ist meine Platte im Kopf angesprungen.

"Alles wird gut" 

habe ich nur noch gehört, während du sagtest, 
dass mir das, was du sagen würdest, nicht gefiele. Ich habe im Türrahmen gelehnt und mein Zimmer betrachtet. Unordentlich, genau wie in mir drinnen. Ich habe versucht mich die letzten Tage zusammenzureißen und dann brach alles aus mir raus. "Warte mal", habe ich gesagt und versucht so normal wie möglich zu klingen. Lief ins Nebenzimmer und es wollte gar nicht aufhören, dieses weinen. Danach habe ich über mich gelacht. Das wollte ich nicht, klein sein. Weinerlich sein. Ich wollte doch lächeln. Ich wollte aufräumen. Stattdessen bist du dabei aufzuräumen und das .. will ich nicht. Ich bin nicht bereit für das Ende,  für den sauberen Schnitt. Ich will unsaubere.. ganz ganz viele.

16 Januar 2012

leergeweint




Alles ist unordentlich und mein Zimmer spiegelt das am ehsten wieder. Spiegelt das Chaos in 
meinem Kopf und in meinem Herzen wieder. Wenn ich schlafen gehe, ziehe ich mich 
irgendwo in meinem Zimmer aus und irgendwo an dieser Stelle landen dann auch meine Klamotten.
Irgendwo zwischen Büchern, Fotos, anderen Klamotten und unzähligen Papierfetzen. Ich habe dir Briefe  geschrieben. Sechs Stück. Das sind meine: "Für-den-Fall-der-Fälle-Briefe". Sechs Manuskripte,  die alle anders anfangen, aber doch irgendwie gleich endigen. Sie endigen alle Samt mit der Feststellung
Es ist zu früh. 
Es ist zu früh, deine Hand loszulassen, die Bilder abzuhängen, die Erinnerungen 
verblassen  zu lassen. Es ist zu früh, aufzuhören zu träumen. Weck mich nicht, ich will noch weiter träumen.  Es ist zu früh Gefühle zu vergessen. Es ist zu früh für einen Neuanfang, zu früh für einen 
Neuanfang. - Ohne dich. Das erscheint mir zu früh  und vor allen Dingen nicht richtig. Ich will mich nicht eines Tages  im bettliegend und mit nassem Blick, fragen "Was wäre wenn ich dass und das gemacht hätte." Ich will  in meinem Bett liegen und sagen können, dass ich es versucht habe. Dass ich gekämpft habe. 

Vielleicht werde ich dir einen dieser Briefe persönlich in die Hand drücken, vielleicht werde ich ihn
aber auch nur vor deine Haustür legen, klingeln und weglaufen und alles so aussehen lassen, als 
wäre es ein klingelstreich. Dann werde ich zurück zum Bahnhof laufen, ganz langsam, so als hätte ich
alle Zeit der Welt. Nur in der Hoffnung, dass du mir vielleicht nachkommst, mich bei der Hand 
nimmst, eine kehrtwende machst und mir nach langem schweigen sagst, dass du es auch zu früh 
findest.

15 Januar 2012

And it feels like forever when your mind turns to fiction

"Waiting is painful. Forgetting is painful. But not knowing which to do is the worse kind of suffering."

 



"Pinguine überleben, weil sie ein System entwickelt haben, das allen Wärme garantiert.  Sie umwandern einander  schneckenförmig und wechseln ihre Position in Zeitlupentempo.  Stehen Bauch an rücken dem Inneren zugewandt, umkreisen einander unmerklich, Schleife für Schleife. Sie rücken von innen auf, schieben die erkalteten Körper rechtzeitig vor dem Erfrieren in die rettende Wärme der aneinander gekauerten Tiere im Inneren. Jeder Pinguin bleibt eine gewisse Zeit an einem  gewissen Punkt. So passen sie  aufeinander auf, bringen  sich gegenseitig vor dem Kältetod in Sicherheit. Sie sind immer in Bewegung und sie lassen  sich niemals allein."


mir ist kalt.

14 Januar 2012

vergissmeinnicht


"Ich versuche, Ordnung wiederherzustellen.
Doch hast du während eines Orkans
schon einmal jemanden fegen sehen?"



Und mein Blick folgt den Scherben, die du langsam hinter dir fallen gelassen hast, als du weggingst. Sag mir, wie lange stehst du dort schon? "Ich bin nie gegangen, ich hatte meinen kleinen Finger immer noch an deiner Hand." Bist du jetzt gegangen? Ich sehe dich nicht mehr. Alles was ich vor mir sehe ist ein verschwommenes Scherbenmeer. Ein paar davon sind blutig, die anderen nicht. Aber Scherben bringen ja Glück, nicht wahr? Und nun stehst du dort, wir sind losgelaufen, ein paar Mal bin ich auf die Fresse geflogen, aber ich war so betrunken vor glück, dass ich davon nichts merkte. Erst als ich nüchtern war, habe ich meine Wunden geleckt und sie mit Pflastern versehen. "Bitte nicht öffnen" habe ich draufgeschrieben. Aber ich bin wieder hingefallen und mein Herz humpelt dir dennnoch hinterher, ruft leise dass du warten sollst. Es möchte nicht wahrhaben, dass du bereits am Ziel bist, ich kann schon gar nicht mehr dein Gesicht sehen, nur verschwommen, nicht von den Tränen, eben weil du so weit weg bist. Aber bedeutet das Ziel, auch gleichzeitig das Ende? Lass uns weiterlaufen, noch ein paar Meter. Ein paar Kilometer. Hunderte. Vielleicht auch tausende. Jetzt wäre nichts mehr da, was glücklich macht, wärst du weg. Die Straßen sind gefüllt, hunderte Gesichter blicken mir entgegen, aber dennoch sind die Straßen Menschenleer. Tausend Worte schwirren in meinem Kopf, so viel was ich dir sagen möchte, schrieb dir einen Brief, aber das Blatt blieb weiß. Vielleicht gab ich zu wenig, wollte zu viel. Schwiegen zu viel, redeten zu wenig. Gedankenmeere die wüten und uns das Land nehmen. Man sagt doch, wenn man stirbt, zieht in wenigen Sekunden das Leben an einem vorbei. Vielleicht passiert auch genau das, wenn du das Gefühl hast, dich von jemandem trennen zu müssen, den du unglaublich liebst. So viele Momente suchen mich in den letzten Tagen heim, alles zieht an meinen Augen vorbei. Wie ein Film, nur in schwarz-weiß, ohne Ton und in Zeitlupe, die großen Momente, aber auch die winzigen, damit ich auch ja nichts vergesse. Wir sind gekentert auf diesem Meer der Gefühle, aber nie gänzlich untergegangen. Wir sind immer wieder gestrandet. Ich werde noch lange schwimmen können und wenn wir untergehen, habe ich noch den Strohhalm an welchen ich mich klammere, um atmen zu können. Alles was fehlt ist nur der Abspann: "Fortsetzung folgt" oder das flackernde Bild mit dem Titel. "Happy End."

sieh nur, dort oben.
Den Schriftzug auf meinem T-Shirt. Ich habe es bedrucken lassen.

"last boy on my mind.
"

Ich wollte es dir gleichtun. Wollte dir etwas zurückgeben klar, es ist nichts im Gegensatz zu deinem Tattoo. Aber das war  meine "Überraschung". Von der ich seit geraumer Zeit sprach. Du wolltest sie immer wissen. Ich schätze, jetzt weißt du sie.
Vielleicht gefällt sie dir ja trotzdem..

13 Januar 2012

"If you jump, I jump."






Wir sind umgezogen. Wenn ich in meinem Bett gelegen habe, musste ich nur geradeaus 
schauen und meine Augen trafen auf deine. Einen Abend habe ich sie abgehängt, nein. Ich 
habe die Bilder abgerissen und auf meinen Schreibtisch geworfen. Verkehrt herum, sodass 
ich dich nicht ansehen musste. Sie lagen dort für ein paar Tage. Aber du bist viel zu schön, 
um dich falsch herum liegen zu lassen. Wir sind umgezogen, von meinem Schrank neben 
mein Bett. Jetzt hängen wir da, 25 Bilder.

Ich bin runtergegangen, als ich fertig war, als ich sorgfältig alles festgeklebt hatte. 
Zumindest dachte ich das. Als ich zubett ging, waren alle Bilder abgefallen. Nur eines hing 
noch, das rechts an der Ecke. "If you jump, I jump" und ich musste ein wenig lächeln. 
Vielleicht war das ein Zeichen, hatte ich gedacht. Was meint ihr, oder du. War es ein zeichen?

Wenn ich mich jetzt in mein Bett lege und mich nach links drehe ist dort ein Bild von dir. 
Als ich das Foto von dir geschossen habe, hast du links von mir gelegen und nach 
rechts geschaut. Ich bin gestern schlafen gegangen und mir ist aufgefallen, dass es auf 
dem Foto aussieht, als würdest du mir direkt in die Augen schauen. Ich konnt nicht 
aufhören,  dort hinzusehen. Weißt du, du willst das alles hier sicher nicht lesen aber,
ich vermisse  dich.

Ich habe dir gesagt, wenn du nicht mehr an uns 
glaubst, glaube ich für dich mit an uns.

12 Januar 2012

verliebtsein ist wie barfuß laufen





"Woher weiß ich, dass ich verliebt bin?" fragt sie mich mit ihren braunen Augen und ihren 
braunen Haaren, die leicht gewellt ihren Rücken schmücken. Ich war schon immer ein 
wenig neidisch auf ihre Haare. Sie schaut mich erwartungsvoll an, während ich in Gedanken
an unser 1 Treffen Reise. Ich war so aufgeregt und du hast so unglaublich schön ausgesehen,
wie du mit deinem schüchternen lächeln auf mich zugelaufen bist, die Hände in den 
Hosentaschen. "Ich glaube", beginne ich leise. "Wenn du verliebt bist, musst du dich gar 
nicht fragen, ob du verliebt bist. Du verzehrst dich nach ihm und er ist nicht ein Gedanke, 
der ab und an beiläufig in deinem Kopf schwirrt, sondern immer." Sie schaut mich 
fordernd  an. "Weißt du, verliebt sein ist wie Barfuß gehen, du erlebst alles viel intensiver,
bist unbeschwert, frei. Rennst durch Wälder und Wiesen.   Du musst nur aufpassen
vor den Glasscherben des Liebens. " Ich schaue sie an, doch wie soll ich ihr näherbringen, wie 
schön du immer  ausgesehen hast, wenn du neben mir gelegen hast. Wie es war wenn
du  mich geküsst oder berührt hast. Wie tagelang noch alles nach dir roch und wie sehr 
ich dich manchmal  vermisst habe, wenn ich morgens nicht neben dir aufgewacht bin? "Wenn 
du  liebst, siehst du in die Zukunft und siehst in jeder Situation den Umriss der anderen Person." 
Und während ich  das alles so erzähle, denke ich an dich, an deine Augen, deine Lippen, an 
dein Lachen. "Hast  du viel geweint?" hattest du einmal gefragt und ich hatte still genickt. 
Danach hast du mir  die Augenlider geküsst, so als wolltest du den Schmerz und die Tränen 
der letzten Tage  fortküssen. "Verliebt sein." sage ich. "Ist barfuß laufen, sich verletzten, 
wieder aufzustehen und weiterzulaufen, eben weil es so schön ist."

11 Januar 2012

Vom Schreiben wütender Briefe mit erbrochenem Herzen



Ich kenn diesen Blick, diesen Hundeblick, dieses aufgesetzte Lächeln auf deinen Lippen, 
diese Schleimerei, diese lieben Worte mit denen du dich versuchst anzunähern. Ich lasse dich
ran, aber ich lasse dich nicht wissen, dass du eigentlich noch kilometer weit weg von
mir bist. Ich kenne das alles, weil ich dich kenne. Diese unnötigen Fragen, dessen
Antworten dich im Endeffekt eh nicht interessieren. Und soll ich dir mal was sagen?
Du merkst gar nichts. GAR NICHTS.
Ich habe die Bilder von meinem Schrank gerissen und sie nicht wieder aufgehängt.
Ich habe sie in Stücke gerissen. Jedes verkackte Dreckslächeln und sie anschließend,
als sei es das normalste, in den Müll geworfen. Und wenn ich mir die rechte
Schranktür anschaue, weiß ich schon gar nicht mehr, welche Bilder dort fehlen.

Ich kann das nicht mehr lange mitansehen, weil ich daran kaputt gehe.
Weil du mich kaputt machst und es nichtmal merkst. Ich warte nur auf vier kleine
Worte. Vier kleine Worte damit ich einen Satz vergessen kann.

Du hast dort Blut an den Händen.
Willst du es nicht abwaschen?

08 Januar 2012

zu nah, zu fern, geh weg, komm her.




Ich habe versucht mir alles einzuprägen, nur für den Fall, dass eines Tages der Tag kommen 
würde,  an dem ich allein zu dir laufen würde, nur um dich zu bitten, nicht zu gehen. Vorbei an 
dem Verkaufsschild, an dem Zigarettenautomaten und dann über die Straße. An jenem 
Samstagabend hattest du meine Hand fester gedrückt und mich ein wenig nach hinten gezogen,
damit mir nichts passiert und ich hatte mich so beschützt gefühlt. Vorbei an der Schule, den
Kiesweg entlang. "Lass und zurück gehen" hatte ich gesagt. "Wir haben noch eine Stunde".
Du hast nur gelacht und nein gesagt, und dass wir eine Stunden bräuchten um zurück und
wieder hinzulaufen. Aber das war mir ega. Immerhin wäre es eine Stunde mehr gewesen.
Eine Stunde mehr mit dir. Und hätte ich gewusst, dass es die letzte sein würe,
dann hätte ich mich deinem willen widersetzt. Zwar hättest du dann diese Stunde nicht mehr
mit mir geredet, aber das wäre mir um ehrlich zu sein egal gewesen. Ich hätte dich anschauen
können, weil ich dich anschauen könnte und das stundenlang, genauso wie ich Stundelang
von dir erzählen könnte.

Wir sind die Treppen runtergelaufen, haben unsere Zukunft gealbert, sind über die Straße
gelaufen und ich wusste, der Abschied rückte näher. Genau 12 Minuten hatten wir noch
12 Minuten um zum Bahnhof zu laufen, das Ticket zu kaufen, uns zu Verabschieden.
ZWÖLF BESCHISSENE MINUTEN ZU WENIG. 

Ich hoffte so sehr, dass irgendwas passieren würde. Der Automat ging nicht, der Zug käme
nicht. Aber das traf alles nicht ein, nichts davon. Du hast mir die Stirn geküsst und als wir
uns küssten, sagtest du dass ich die schönste sei, die süßeste. Und wenn ich so daran denke
wie jemand anderes das zu mir sagt, klingt es hässlich. Ich habe dich so lang küssen wollen,
bis ich schließlich als letzte einstieg. Ich liebe dich, habe ich gesagt. Hinterher
ein "bis dann", so als wäre es das normalster der Welt. Bis dann. Als ich mich setzte 
und nach rechts blickte hast du dort gestanden und traurig geguckt. 2 Minuten hatten wir noch
also lief ich zur tür, drückte den Knopf, holte mir ein Kuss ab, die Tür schloss sich und 
ich drückte erneut. "ich liebe dich", sagtest du und ich besiegelte diesen Satz mit
einem Kuss.Danach ist die Tür zugegangen und sie ging nicht wieder auf. 
Und du hast nur dort gestanden, mich durch diese Glassscheibe angegrinst
und warst einfach der schönste Junge auf Erden. 
Und wenn ich mich nur gut genug anstrenge kann ich sogar noch hören, wie du mir 
sagst, dass du mich liebst und dich dort stehen sehen mit deinem lächeln. 

Ich bin gegangen mit dem Gedanken an ein Wiedersehen. Hätte ich alles
vorher gewusst, hätte ich dir nie "bis dann" gesagt, so als wäre es das normalste der welt.
Und dir zugelächelt, als der Zug sich in Bewegung setzte und dich langsam hinter mir ließ,
hätte ich auch nicht.

07 Januar 2012

319 leser!


video ist etwas "veraltet". Sprich: wurde aufgenommen am Mittwoch Mittag.
Deswegen  werden  sich einige Personen wundern. Nun ja, vielleicht folgt bald ein
weiteres Video. Wir sehen uns.

05 Januar 2012

parasuicide




"Hey, bist du nicht das Mädchen von zwei Jahren? Ich hab dich im Schnee liegen sehen, 
dir war ganz kalt, aber du hast gesagt, dass es ok ist. Dass das so muss, dass es richtig ist. 
Du hast nach Alkohol gerochen und dauernd gesagt, dass es bald vorbei wäre. Ein anderes 
Mal habe ich dich in deinem Zimmer sitzen sehen, du hast einen Brief geschrieben und viel geweint. 
Danach hast du dein Zimmer abgeschlossen, dich auf den Boden gesetzt, neben 
dir lagen Rasierklingen und dann bist du schwimmen gegangen, im roten Meer. "


"Warum erzählst du mir das?", frage ich leise. Und das Mädchen im Spiegelbild antwortet: 
"Weil ich zurück bin, das Mädchen von vor zwei Jahren." Und eine stille Träne fällt.

04 Januar 2012

Ich wollte von der Liebe schreiben.



Und das war er, der Sommer zweitausendundelf.
Der Sommer, in dem ich anfing dich zu lieben.

Und da war es wieder dieses Gefühl von dem verliebtsein. Das mit 
dem Herzklopfen und der rosaroten Brille, mit den vielen Schmetterlingen. 
Das Wetter draußen  war kalt, der Wind verwehte meine Haare,  ich legte 
meinen Schal um, lächelte. In meinem Herzen war Frühling,  dank dir. Ich 
hatte es wieder  gewagt mich ins Abenteuerliebe zu stürzen, auch wenn ich 
mir  zum damaligen Zeitpunkt nicht im  Klaren war, ob es überhaupt liebe 
oder doch nur eine  kleine schwärmerei sei. Und so schwamm ich im Meer 
der Gefühle, es verging kein Tag and dem ich nicht an dich dachte, an dem ich
mir in meinem Kopf gespräche ausmalte, mögliche Situationen. Ich stellte mir
vor, wie es wäre, würde ich dich zum ersten Mal sehen, unseren ersten Kuss. 
Ich sah uns Straßen entlang laufen, wie du meine Hand hielst, wie wir lachten, 
wie uns Mädchen hinterher schauten und sich still und heimlich fragten, warum
sie nicht auch so glücklich sein könnten. Warum sie nicht auch so geliebt 
werden würden. Früher war ich auch eines dieser Mädchen. Ich war das 
Mädchen, das anderen nachschaute und sich still und heimlich fragte, warum 
nicht auch sie so ein glück haben konnte, oder warum sie das Glück immer verlor. 

Einmal da glaubte ich zu ertrinken in diesem Meer von Gefühlen, aber da war
es nicht mehr Rot getränkt von der Liebe, sondern getränkt in Verzweiflung. 
Ich wäre am liebsten ertrunken, hätt die Augen geschlossen, gefühlt wie  
meinen Lungen sich mit Wasser füllen. Ich wäre gesunken, gesunken, 
irgendwo hin. Weit weg von dir. Wäre getrieben ins ungewisse.

Und dann kamst du wieder und hast mir die Hand gereicht, mein 
Herz berührt und meine Angst weggegeküsst.


03 Januar 2012


Wenn ich so recht nachdenken, muss ich über selbst schmunzeln, wie ich nur denken 
konnte, dass du jemals gehen würdest. Ich musste schmunzeln als du sagtest "warte" und 
mir einen kuss gabst, als du gefragt hast ob du meine Hand halten darfst. Als du sagtest, dass
du nie gehen würdest. Und als du gefragt hast, warum ich das gedacht habe, hätte ich dich 
am liebsten gehauen. Aber du hattest ja recht. Wie konnte ich auch nur eine Sekunde daran zweifeln?