04 Januar 2012

Ich wollte von der Liebe schreiben.



Und das war er, der Sommer zweitausendundelf.
Der Sommer, in dem ich anfing dich zu lieben.

Und da war es wieder dieses Gefühl von dem verliebtsein. Das mit 
dem Herzklopfen und der rosaroten Brille, mit den vielen Schmetterlingen. 
Das Wetter draußen  war kalt, der Wind verwehte meine Haare,  ich legte 
meinen Schal um, lächelte. In meinem Herzen war Frühling,  dank dir. Ich 
hatte es wieder  gewagt mich ins Abenteuerliebe zu stürzen, auch wenn ich 
mir  zum damaligen Zeitpunkt nicht im  Klaren war, ob es überhaupt liebe 
oder doch nur eine  kleine schwärmerei sei. Und so schwamm ich im Meer 
der Gefühle, es verging kein Tag and dem ich nicht an dich dachte, an dem ich
mir in meinem Kopf gespräche ausmalte, mögliche Situationen. Ich stellte mir
vor, wie es wäre, würde ich dich zum ersten Mal sehen, unseren ersten Kuss. 
Ich sah uns Straßen entlang laufen, wie du meine Hand hielst, wie wir lachten, 
wie uns Mädchen hinterher schauten und sich still und heimlich fragten, warum
sie nicht auch so glücklich sein könnten. Warum sie nicht auch so geliebt 
werden würden. Früher war ich auch eines dieser Mädchen. Ich war das 
Mädchen, das anderen nachschaute und sich still und heimlich fragte, warum 
nicht auch sie so ein glück haben konnte, oder warum sie das Glück immer verlor. 

Einmal da glaubte ich zu ertrinken in diesem Meer von Gefühlen, aber da war
es nicht mehr Rot getränkt von der Liebe, sondern getränkt in Verzweiflung. 
Ich wäre am liebsten ertrunken, hätt die Augen geschlossen, gefühlt wie  
meinen Lungen sich mit Wasser füllen. Ich wäre gesunken, gesunken, 
irgendwo hin. Weit weg von dir. Wäre getrieben ins ungewisse.

Und dann kamst du wieder und hast mir die Hand gereicht, mein 
Herz berührt und meine Angst weggegeküsst.