20 Januar 2012

manchmal

"Wenn man darüber nachdenken muss ob man jemanden liebt, liebt man nicht." - Nun frage ich dich: Musst du drüber nachdenken?


Ich habe schon damals nicht gewusst, was dieser Reiz an dir war. Dieser Reiz von dem ich mich nicht mehr lösen konnte und als ich dich gesehen habe, wusste ich es auch nicht. Selbst jetzt kann ich es immer noch nicht definieren, aber vielleicht macht genau das dieses verliebtsein aus? Warum liebe ich dich überhaupt? Oder warum liebst du mich? Als ich bei dir war, habe ich mich gefühlt, als wäre ich angekommen. Ich war zuhause und deine Umarmung war mein Zufluchtsort. Aber jetzt bin ich ohne bleibe. Ich bin Herzlos. Ich habe dich gefragt, wie du dir das vorstellst, das Vergessen. Ob ich meine Gefühle, samt Herz an den Straßendrand stellen und darauf warten soll, dass sie jemand abholt? Sag mir, warum war niemand da und hat sie abgeholt. 




Sie konnten nicht abgeholt werden, weil ich sie nie an den Straßendrand gestellt habe. Ich habe sie in mein Herz verschlossen und den Schlüssel in den See geworfen. Ich habe dir den Schlüssel nicht gegeben, weil du mein Herz aufgeschlossen hättest um diese Gefühle rauszuholen, um sie wegzutragen, damit es mir besser ginge. Hör auf, das sind alles Worte die ich nicht hören will. "Kannst du mir nicht was anderes sagen?", hatte ich am Telefon gefragt und du fragtest was ich hören wolle. "Weiß nicht", habe ich geantwortet, aber in Gedanken habe ich dich angeschrien, an den Schultern genommen und geschüttelt. Dass wir zusammen bleiben, wollte ich hören. Dass uns niemand trennen kann. Keine 400km, nichtmal ein dummes Stück Papier. Eben gar nichts. Ein ich liebe dich. Ein alles wird gut, wollte ich hören. Eben all das was ich immer zu dir sage, weil ich so dumm bin, so naiv, so gutgläubig? Manchmal wünschte ich du wärst auch so naiv. Manchmal wünschte ich, dass du dich selbst ein bisschen mehr lieben würdest. Viel mehr. Manchmal würde ich dir gerne meine Augen schenken, nur damit du siehst, wie wunderbar du eigentlich bist. Du wirst versuchen, meine Augen abzulegen, aber das wirst du nicht können, genauso wenig wie ich es kann. Weil du fesselnd bist. Manchmal würde ich dir meine Liebe in dein Herz schütten, damit du merkst wie sehr ich dich liebe, damit ich alle deine Zweifel wegfege. Ich lasse 365 T-Shirts bedrucken, die darauf hinweisen, dass ich zu dir gehöre, dass es einen Menschen an meiner Seite gibt. Oder gab? Wieso schreibe ich diesen Text eigentlich in der Vergangenheit, das was ich fühle wird sich nicht ändern in ein paar Wochen, oder Monaten, auch wenn du das vielleicht möchtest und mir dann nichts anderes übrig bleibt. Manchmal wünschte ich, ich hätte mehr Stimme, als Worte, um dir das hier sagen zu können. Aber ich habe sie eben nicht, diese Stimme. Weil ich Angst habe. Ich will dass du glücklich bist und ganz gleich wie du dich entscheiden solltest, so werde ich auch glücklich sein, solange du es auch bist. Ich werde nicht mehr nach dem warum fragen, ich werde es hinnehmen. Ich werde dir Briefe schreiben, jeden Tag einen, solange bis mein Herz aufhört zu schreien. Irgendwann, in ein paar Jahren, werde ich dir diese zuschicken. So wie in den ganzen Liebesfilmen. Weißt du, Träumen macht glücklich, manchmal.

Kommst du mit Spazieren? Nächste Woche Samstag?