11 Januar 2012

Vom Schreiben wütender Briefe mit erbrochenem Herzen



Ich kenn diesen Blick, diesen Hundeblick, dieses aufgesetzte Lächeln auf deinen Lippen, 
diese Schleimerei, diese lieben Worte mit denen du dich versuchst anzunähern. Ich lasse dich
ran, aber ich lasse dich nicht wissen, dass du eigentlich noch kilometer weit weg von
mir bist. Ich kenne das alles, weil ich dich kenne. Diese unnötigen Fragen, dessen
Antworten dich im Endeffekt eh nicht interessieren. Und soll ich dir mal was sagen?
Du merkst gar nichts. GAR NICHTS.
Ich habe die Bilder von meinem Schrank gerissen und sie nicht wieder aufgehängt.
Ich habe sie in Stücke gerissen. Jedes verkackte Dreckslächeln und sie anschließend,
als sei es das normalste, in den Müll geworfen. Und wenn ich mir die rechte
Schranktür anschaue, weiß ich schon gar nicht mehr, welche Bilder dort fehlen.

Ich kann das nicht mehr lange mitansehen, weil ich daran kaputt gehe.
Weil du mich kaputt machst und es nichtmal merkst. Ich warte nur auf vier kleine
Worte. Vier kleine Worte damit ich einen Satz vergessen kann.

Du hast dort Blut an den Händen.
Willst du es nicht abwaschen?