19 Januar 2012

"What do you do when I'm normally go?"


"Wait for you to get back."


Das Ende vom Lied

Mascha Kaléko

"Ich säh dich gern noch einmal, wie vor Jahren
Zum erstenmal. - Jetzt kann ich es nicht mehr.
Ich säh dich gern noch einmal wie vorher,
Als wir uns herrlich fremd und sonst nichts waren.

Ich hört dich gern noch einmal wieder fragen,
Wie jung ich sei ... was ich des Abends tu -
Und später dann im kaumgebornen «Du»
Mir jene tausend Worte Liebe sagen.

Ich würde mich so gerne wieder sehnen,
Dich lange ansehn stumm und so verliebt -
Und wieder weinen, wenn du mich betrübt,
Die vielzuoft geweinten dummen Tränen.

- Das alles ist vorbei ... Es ist zum Lachen!
Bist du ein andrer oder liegts an mir?
Vielleicht kann keiner von uns zwein dafür.
Man glaubt oft nicht, was ein paar Jahre machen.

Ich möchte wieder deine Briefe lesen,
Die Worte, die man liebend nur versteht.
Jedoch mir scheint, heut ist es schon zu spät.
Wie unbarmherzig ist das Wort: «Gewesen!»"
- - -  
Mittwoch 2 Stunde, Deutschklausur. 
"Das Ende vom Lied". Liebeslyrik von einer 
gescheiterten Liebe, vom Vermissen 
und Sehnsucht. Vom Zeit zurückwünschen.
"Das erinnert mich an uns", denke ich.
"Fang an zu Interpretieren Kim.", sage ich.

Mittwoch 4. Stunde, 1077 Wörter später.
Habe mich in dem Gedicht wiedergefunden, 
danach dich. Und wenn ich mir diese 6
Seiten Interpretation durchlese, kann ich uns rauslesen.