15 April 2012

home(less)



Ich starre in den dunklen Sternenhimmel, du liegst neben mir, eingehüllt in deiner beigen Fleecedecke, aber mit dem rücken zu mir. Dass du dich verpissen sollst, habe ich zu dir gesagt und du hast mir nur tonlos den Rücken zugedreht. Und dann hat es mir schon wieder leid getan, dass ich das zu dir gesagt habe und ich mag dein schulterblatt küssen und dir sagen, dass es mir leid tut und dir von damals erzählen, warum ich vielleicht so bin, wie ich geworden bin. Stattdessen liege ich regungslos dort, zähle die Sterne und lausche deinem Atem. Dein Atem wird ein wenig schwerer und du nuschelst irgendwas vor dich hin, was ich aber nicht verstehe. Ob du schläfst, frage ich, aber es kommt nichts zurück. Dann piekse ich in deinen Rücken und frage ob du böse bist auf mich. Ein "mh", ertönt aus der Richtung in der du liegst und ich schaue wieder in den Himmel. Ich will dir sagen, dass du dich doch wieder zu mir drehen sollst, dass du deinen Arm um mich legen sollst und dass ich dich doch vermisse, auch wenn du nur ein paar Zentimeter von mir liegst. Dann schließe ich die Augen und mir fehlt, wie dein Atem meinen Nacken streift, wenn wir einschlafen. Dass ich anders sei, hattest du gesagt, als du meine Hand genommen hast und wir zum Zigarettenautomaten liefen. Und ich habe gefragt warum und du hast nur mit den Schultern gezuckt und gesagt, dass es dinge gibt, die man einfach so hinnehmen muss und dass manche Dinge einfach nicht zu erklären sind. Dann grinst du und drückst mir einen Kuss auf die Stirn.

Wenn ich dich ansehe und du lachst, kriege ich wieder, dieses warme Gefühl,
dass alles gut wird. Wie naiv, vielleicht bin ich verliebt