22 Mai 2012

Bin ich das was du willst?



Die letze Nächte liege ich still neben dir, sehe dich an, denke wie schön deine Lippen geformt sind und frage mich was wir zwei eigentlich sind. Verliebt ineinander? Oder warten wir einfach nur auf das große Glück, versuchen unsere Einsamkeit zu stillen, uns selbst vorzulügen, dass wir doch glücklich miteinander seien? Vielleicht warten wir einfach nur auf den Tag an dem wir uns ansehen und endlich das Gefühl: "Ich bin angekommen." fühlen. Meine Stimme ist zu belegt vom vielen schweigen und mein Kopf zu voll mit tausend Gedanken und Fragen, um einen richtigen Satz in Worte fassen zu können. Sag mal, siehst du mich manchmal auch so an, wie ich es tue? Mit aufmerksamem Blick, lauten Gedanken und leiser Stimme? Fragst du dich nicht auch, ob ich wirklich die bin, die du willst? Bist du verliebt in mich, oder hoffst du nur darauf, dass ich eines Tages an deiner Tür Klingel, du mich ansiehst und dir denkst, dass ich die eine bin? Fragst du dich dieselben Dinge wie ich? Manchmal legst du Nachts deinen Arm um mich und ich fahre die Adern auf deinen Armen und Händen nach. Dann denke ich an deine Worte, dass das mit uns perfekt wird, an dein Lachen und wie du mich manchmal ansiehst. Dabei mustere ich dich ganz nachdenklich und weiß einfach nicht, ob ich dir da rechtgeben kann. Dass du mit deiner Freundin mal zusammen ziehen möchtest, in eine Wohnung, noch größer als die, die du jetzt hast, mit einem schönen Garten und einem Hund, einer Bulldogge, erzählst du während du rauchst und ich eingehüllt in einer Decke sitze und die Sterne ansehe. Dabei klingt das Wort Freundin so fremd in meinem Ohren. Obwohl es das eigentlich nicht sollte. Dann halte ich deine Hand, küsse dich auf den Mund und sehe dich danach ganz lange an, versuche dieses Gefühl vom Verliebtsein in dir zu finden. Manchmal meine ich es gefunden zu haben. Aber eben nur manchmal 

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21 Mai 2012

hat schon schlimmer wehgetan



Liebling, ich habe dir einen Brief geschrieben. Er liegt in meinem Tagebuch. Du wirst ihn nie erhalten. Er erzählt von uns beiden, vom neuen Jahr und von gestorbener Hoffnung. Liebling, in diesem Brief habe ich dir gesagt, dass du jetzt noch Zeit hättest, dich zu entschuldigen, das du Zeit hättest mir alles zu erklären, aber auch, dass es irgendwann zu spät sein wird wiederzukommen. Irgendwann werde ich dich loslassen. Vielleicht nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann. Und dann ist es zu spät, sich zu entschuldigen. Verstehst du, Liebling? zu spät wird es dann sein. 

07 Mai 2012

Mein Platz ist jetzt woanders



Sonst hast du immer ein Silberarmband getragen. Das von deiner Ex Freundin, deiner Ex Verlobten. Gina ist ihr Name. Fast 6 Jahre hast du das jetzt getragen und letztes Wochenende zierte dein linkes Armband eine Uhr, statt dein Silberarmband. Du trägst es meinetwegen nicht mehr, hattest du gesagt. Und ich hatte nur vor mich hingeschwiegen und nichts zu sagen gewusst. Dann hatten wir gestritten und ich habe weinen müssen und gemerkt, dass du vielleicht doch mehr für mich bist, als ich wahrhaben wollte.

Ich mag deine Hände und wie sich deine Adern auf ihnen abzeichnen, wie du lachst und besonders mag ich die Momente, in denen sich dein Alter viertelt und du auf einmal dieser kleine Junge bist, der sich wahnsinnig über die kleinen dinge des lebens freut. Dann könnte ich dir immer stundelang zu sehen, weil du dann immer besonders schön lachst und deine blauen Augen so leuchten. Ich mag es wenn du mir diese kleinen Küsse auf die Schulter gibst und mich so fest an dich drückst, dass es mir eigentlich schon wieder weh tut. Dann fragst du immer, ob du mir zu anhänglich wirst und ich schüttel meinen Kopf und drücke dir einen Kuss auf. Dann lachst du wieder. Ich mag es wie du nachts immer so unruhig schläfst, wie du wirres zeug vor dich hinredest, dich aufrichtest und wenn ich dich frage wonach du suchst, deinen arm um mich legst und ein leises "dich" in mein Ohr nuschelst. Ich mag wie dein Atem meinen Nacken streift, deine blauen Augen und wie du mich morgens manchmal einfach nur ansiehst meine Hand nimmst und mich dann schließlich küsst. Ich mag es neben dir einzuschlafen und wieder neben dir aufzuwachen und ich will auch gar keinen anderen Jungen mehr neben mir liegen haben, weil du mich glücklich machst. Und obwohl es mir so gut geht, wenn du bei mir bist, macht mir das ein bisschen Angst. Das macht mir Angst, weil ich dich vermisse, weil es anfängt das Lieben, das Verliebtsein. Der Kontrollverlust. Aber vielleicht ist das ok. Weil ich keine Angst habe zu springen. Weil ich schon so oft hingefallen und wieder aufgestanden bin. Du hast mir die Hand gereicht und den Schmutz von meinen Knien geklopft und das Loch in meiner Brust gefüllt und dafür bin ich dir sehr dankbar.