31 Juli 2012

my soldier, my hero



Wenn ich das hier nicht schreiben würde, würde ich warscheinlich so wie das eine mal in deinem bett liegen, weinen und dir vor lauter weinen gar nicht mehr sagen können, warum ich eigentlich weine. Dann würdest du mir erklären, dass man in einer Beziehung über Probleme reden muss und ich würde dir wieder erklären, dass ich nicht reden kann, weil ich das wortmädchen bin, was manchmal ihre worte verliert. Dann schiebe ich hinterher, dass ich angst habe dich zu verlieren und mein blickfeld wird ganz verschwommen. Ich habe einfach nur angst dich zu verlieren, weil ich so schwierig bin, so egoistisch, nichts einsehe, einfach weil ich, ich bin. Weil ich es immer schaffe das Leute gehen, dass sie verschwinden aus meinem Leben und einfach nur trümmer hinterlassen, narben auf der Seele und manche auch narben auf der haut. Aber das ist nicht alles, das ich meinetwegen Angst habe, dass du gehst.



Weißt du noch als wir mal einen Film zusammen angesehen haben? Er handelte über einen Soldaten der in den Krieg zog. Sein Kamerad starb, er hatte keine Munition mehr und die Aufständischen fielen über ihn her, sie waren in der überzahl, schlugen ihn .. und alles was er tat war, nach dem foto seiner frau zu suchen, dann fiel es ihm aus der hand und die szene wechselte. Ich saß dort und kämpfte mit den Tränen. Du standest auf und sagtest, dass du dort auch gerne hinwürdest. Runter nach Afghanistan. Jetzt hast du die Kaserne gewechselt und müsstest mit Sicherheit weg, für längere Zeit, sechs monate, oder ein jahr, je nachdem. "So ist das halt", sagst du und ich stehe auf und gehe auf Klo, du kommst nach und fragst wo ich hinwill. "Auf klo", nur dabei vergesse ich das "heulen". Auf klo, heulen. Ich ertrag den Gedanken nicht, dass du weg sein könntest. Ich will von all dem nichts mehr wissen, nur wenn es so weit sein sollte

"Seit Beginn der ISAF-Beteiligung Deutschlands in Afghanistan sind in dem Krisengebiet bisher 27 deutsche Bundeswehrangehörige ums Leben gekommen - bei Anschlägen und bei Unfällen."

Ein ehrenvoller Tot, würdest du jetzt sagen und ich würde weinen. Aber was muss, das muss

20 Juli 2012

Stilles Reden.





Ich klopfe und von drinnen horche ich deinen Schritten. Dann öffnest du die Tür, kein Blick, kein Hallo, nur kälte. Dann setzt du dich und schweigst, putzt mit einem grünen Brillentuch deine Fernbedienungen, darüber schmunzel ich ein wenig, aber nur kurz. Dann sage ich, dass es mir leid tut. Und du blickst kurz einmal hoch und mir wird klar, dass dein schweigen nur die ruhe vor dem sturm war. Dann fängst du an, sprichst von dummheit, deinen problemen, vom nichts raffen und dass ich alles schlimmer mache, dabei starre ich apathisch auf den Tv. Trödeltrupp läuft, die Uhr zeigt 15:45 an. Ich beobachte die Fliege an der Decke, sehen den Bäumen zu wie sie sich im Wind wiegen. Ich will nicht weinen, erst wenn ich weg bin, wenn dir Tür hinter mir ins Schloss fällt. Ich muss doch zeigen dass ich erwachsen bin, dass ich ... stark bin. Dass seine Worte nicht weh tun. Ich sage nichts, antworte nur in Gedanken und schaue ihm in die Augen, schön ist er. Wirklich schön. Dann fragt er was ich denke, "an nichts", sage ich dabei schwappt in meinem Kopf das verdammte wortmeer fast über. Dass du was ernstes willst und dann triffst du den wunden punkt. "Ich wollte was ernstes und alles was ich bekam warst nur du." Das waren damals seine Worte und sie verletzen, bis heute. 16:10 Uhr. "Ich muss gehen", sage ich und du blickst mir nur leer entgegen. Dann fällt die Tür ins Schloss und die Tränen fließen. "Smile now, cry later", denke ich und wische mir über die Augen. Dann eine sms von dir. Dass du mich liebst, dass ich dich die einzige bin und dann verschwindet das lächeln und die Gesichter im Bus schauen mich fragend an. 

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17 Juli 2012

verletzlich



Fünf mal Energy bringen ich dir mit und für mich zwei Joghurts und dann ist irgendwie die stimmung gedrückt, du redest nicht mit mir, fragst nicht ob ich mit rauchen komme, sondern gehst allein. Rennst dauernd durch deine Wohnung, stellst das Schlafzimmer um, stellst im Wohnzimmer die Lampe von der einen Ecke in die anderen. Holst dir Kopfhörer und hörst Musik mit dem Ipad. Und plötzlich fühlen sich die paar Meter zwischen uns an, wie tausende von Kilometern, so als lägen die sieben weltmeere zwischen uns. Fragen tue ich nicht, ich sitze still dort und frage in meinen Kopf hinein. "Manchmal bin ich so", sagst du plötzlich und richtest dich auf, dabei vergräbst du deinen Kopf in deine Hände. "Ok" murmel ich und starre auf den Fernsehbildschirm. Dann legst du deinen Kopf auf meinen Schoß und ich streichel deinen Kopf, weil ich das immer so mache, weil ich weiß dass du das magst. Nach eine weile drehst du dich zu mir und siehst mich ganz lange an, obwohl du doch genau weißt, dass ich das nicht mag. "ich liebe dich",sagst du und mein Herz bleibt für einen kleinen Moment stehen. "ich liebe dich", hallt es in meinem Kopf nach. "Jetzt bin ich verletztlich", sagst du und ich entgegne dir mit den vier worten die mir schon so lange auf der zunge lagen. Ich liebe dich auch.

06 Juli 2012

Vielleicht kannst du ja Lippenlesen.



 "Schläfst du schon?", frage ich dich und ein "nein" kommt nuschelnd aus deiner decke hervor. "Du machst mich glücklich", sage ich und dann sehe ich im Halbmondschatten wie du lächelst. "Dafür bin ich da", erwiderst du und besigelst diesen Satz mit einem Kuss. 

Weißt du, ich bin ein stilles Mädchen, eines das mehr denkt, mehr schreibt, als spricht. Eines dass dich ansieht und "ich liebe dich" denkt, wenn du lachst, es aber nie aussprichst. Und ich würd dir so gern so vieles sagen, wenn die Gefühle noch ganz warm in meinem Bauch sind. Stattdessen sage ich dass du ein Idiot bist, wenn du Grimassen schneidest und mich ärgerst. "ich liebe dich, ICH LIEBE DICH", schreien meine Gedanken während du beiläufig erwähnst, dass ich ja bei dir wäre weil ich dich lieben würde. Und ich Bruchteil einer Sekunde stolperst du über das Wort Liebe. " Na ja, du weißt schon weil du mich magst und so", sagst du anschließend etwas verlegen und ich muss nur lachen. "Das ist sie wieder, die Sonne" rufst du. Das für dich die Sonne aufgehe, wenn ich lache, hattest du einmal gesagt. Und dann fangen meine Gedanken wieder an, zu schreien.Vielleicht wirst du eines Tages wissen, was diesen Lächeln hieß.

Ich kann nicht mehr schlafen, wenn du nicht neben mir liegst. Ich schlafe ganz schlecht, weil mir fehlt wie du riechst, wie du meinen Hals streichelst, weil ich deinen atem nicht mehr höre und weil dein arm um mich fehlt. Mir fehlt dein komisches Reden im Schlaf und nicht zu vergessen, dass mir immer so warm ist neben dir. Geträumt habe ich von dir. "Ich liebe dich." hast du gesagt und ich hab gut geschlafen, diese Nacht, weil du da warst

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