23 August 2012

don't look back



"Du kannst deine Sachen packen und gehen", sagst du laut und ich schaue dir kurz ins Gesicht ehe ich mich umdrehe und gehe. Du bist wütend, wütend auf mich und in meinem Kopf ist wieder dieses Meer aus Worten, mit all den Worten die mich zweifeln lassen, dass ich richtig bin. Richtig für dich. Vor mir verschwimmt meine Sicht ein wenig, laufe den gepflasterten Weg entlang, immer jedes zweite Viereck in welches ich auftrete, ich plücke Blätter von den Büschen, zerreise sie in den Händen und werfe sie anschließend in die Luft. Ich spüre deine Anwesenheit in meinem Rücken, du läufst auf der anderen Straßenseite und überholst mich, du sagst nicht, schaust nicht. Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es nicht zurückzuschauen, sondern die dinge so zu akzeptieren wie sie sind, oder wie sie kommen werden. Ich will nicht noch einmal einen Kampf kämpfen, der eigentlich schon längst verloren ist. Also blicke ich nicht zurück sondern gehe stillschweigend meinen Weg. Als du in die Einfahrt läufst, blickst du einmal kurz zu mir, dabei denke ich an dein lächeln, daran wie deine augen immer gefunkelt haben, wie dein lächeln aussieht und was mir alles fehlen würde wärst du weg. Den schlüssel hast du stecken lassen und ich betrete schweigend deine wohnung, suche meine sachen zusammen, lege den Hauschlüssel auf die Komode und frage ob das wirklich alles gewesen war. Du sprichst davon, dass du dir nicht mehr sicher bist ob das mit uns alles noch einen sinn macht, dabei sind deine augen so leer und ich habe angst, dass sie ihr funkeln irgendwann ganz verlieren.