19 November 2012

herz voller zweifel



"Mein ein und alles" steht hinten in krakeliger jungenschrift geschrieben, auf der anderen seite die momentaufnahme eines mädchens was ich nur aus erzählungen kenne. Blaue augen hat sie und sommersprossen zieren ihre nase. Eine mischung aus blond und braun umrahmen ihren eigentlich doch hübschen kopf. ihre schultern bedeckt durch eine jacke im camouflage muster, darunter ein helles oberteil. Das foto blitzte einmal zwischen deinen anderen passfotos hervor. Ich schwieg, sagte nichts, dachte nur. Du hattest dich erschrocken, als es dort plötzlich aufblitze, das konnte man dir anmerken. Du wusstest dass ich sie nicht mochte, aber eigentlich ist das nicht alles. Manchmal da habe ich ganz viele Zweifel, immer dann wenn wir streiten und ich nur da sitze, so als wäre ich gar nicht da und du diese ganzen bösen worte sagst. Dann fliegen meine Gedanken immer zu ihr, 4 Jahre warst du mit ihr zusammen. Verlobt wart ihr. Du wolltest sie heiraten, mit ihr dein leben verbringen. Und dann komme ich. Ich das Mädchen was so vieles Falsch macht, was nicht die richtige Richtung kennt, was zu viel an sich denkt, statt an dich. Manchmal fressen mich diese Zweifel auf, abends wenn ich neben dir liege. Natürlich sage ich nie was, ich weiß dass du mich liebst, nur macht es das trotzdem nicht besser. Sie wird irgendwie immer die Frau sein, an der ich versuche mich zu messen

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11 November 2012

tears




Am zweifeln bist du. Du zweifelst an uns. Es tut dir leid, hattest du in der sms geschrieben und ich hatte geweint im Bus, bin ausgestiegen und wieder zurück gelaufen. Ich wusste dass es irgendwie nur noch eine Frage der Zeit war, wie lange ich doch halten konnte. Ich meine, wir hatten schon so oft geredet und ich hatte nur hin, aber nie wirklich zugehört. Dieses Mal hatte ich hingehört, weinend in die Leere gestarrt, aber immer dir horchend, habe mir mit meinem Haargummi meinen Unterarm wundgerieben. Vom "nichts bringen" und "kein bock" hattest du geredet. Und vom trennen. Dabei fällt mir das Atmen schwer und irgendwie begfreife ich dass du so vieles für mich bist, obwohl ich mich nebenbei gedanklich schon von dir verabschiede. Dabei sehe ich all die Momente vor meinen Augen davon fliegen und für einen kurzen moment ziert ein lächeln meine lippen. Du siehst so hübsch aus, auch wenn du so wütend auf mich bist und eigentlich wünsche ich mir nichts mehr, als dass du mich endlich in den arm nimmst und ich so richtig losweinen kann, weil das alles so weh tut, dieses gefühl dass ich dich bald verliere. Aber das tust du nicht. Du sitzt dort und fragst "was jetzt?" und ich antworte mit einem schulterzucken und ein paar tränen. 

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