28 Januar 2013

(selbst)zweifel


Dass du manchmal im bett liegst und dich fragst, ob das alles noch einen sinn macht, erzählst du mir während ich wieder verloren in die gegend blicke. Dass ich dir immer neue Anlässe dafür gebe. Danach folgt die auflistung von dingen die ich falsch gemacht habe, oder die dir nicht gefallen. Dass du mit dieser liste morgen noch nicht fertig wärst, fügst du noch hinzu und ich spüre einen leichten stich in meinem herz. Das sind Gespräche die ich hasse und die ich eigentlich nie führen will. Deswegen führst du sie eigentlich immer allein. Ich sage nichts, schaue abwechsend zu dir und auf den fernseher bis du ihn schließlich aus machst. Ob ich dazu nicht auch etwas sagen will, fragst du mich und ich schüttel den kopf. "Nein", flüstere ich und schaue auf den schwarzen fernseherbildschirm. "Wenn du jetzt was sagst, musst du heulen kim", denke ich und schweige, behalte wieder alle worte für mich. Danach fließen ein paar tränen stellvertretend für all die worte die ich nie ausgesprochen habe. Danach siehst du mich wieder mit diesem Fragezeichen-Blick an, weil du nicht verstehst warum ich weine, weil du mich nichtmal angeschrien hast. "Warum weinst du, ich bin doch ganz ruhig", fragst du ungläubig und als antwort fließen noch ein paar tränen mehr. Das sind alles dinge die du nicht verstehen würdest, wenn ich statt den tränen mal worte sprechen würde, vielleicht weil wir zu verschieden sind.

15 Januar 2013

schatzkarte



warscheinlich werde ich mich nie an diese momente gewohnen, in denen wir daliegen und du mich einfach nur mit einem leichten lächeln auf den lippen anschaust. Das sind diese kleinen momente in denen ich in deinen augen und in deinem lächeln dass "ich liebe dich" lesen kann, was ich sonst nur aus deinem mund höre. Dann streichst du mir immer meine Haare aus dem Gesicht und ziehst mit deinem Finger die Konturen meiner Lippen nach. So als wäre ich die Schatzkarte zu irgendeinem verborgenem schatz, den du versuchst aus mir heraus zu lesen. Dann küsst du mich, ganz vorsichtig, so als hätten wir uns zuvor noch nie geküsst. Das sind momente die mir freude machen,  auch wenn ich mich wohl nie an sie gewöhnen werde, wenn du mich so anssiehst. warscheinlich siehst du mich an und denkst an all die schönen dinge die in meinem gesicht zu finden sind, an meine lippen die du so magst oder an meine augen. Ich denke dabei an all das was fehlerhaft ist und sage dir dass du wegschauen sollst. Dabei kennst du mich doch,  hast jeden zentimeter meiner haut erkundet, kennst jeden makel von mir.

Und auf dieser Karte bin ich das X. Und du bist mein Pirat.
Wir haben alles. Wir haben uns.

09 Januar 2013

so weit weg


Es ist schon länger ruhig um uns geworden, irgendwie ist all die liebe weg. Irgendeine monotone beziehung führen wir. Ich würd dich so gern mal wieder umarmen, dir sagen dass ich dich lieb habe. Stattdessen lehne ich im Türrahmen und schaue dich verloren an. Ich würde dir so gerne so vieles sagen, mehr als nur ein "Hallo" und ein "Gute nacht". Ich will wieder richtige gespräche führen. Aber ich lehne in der Tür und sage nur "gute nacht" ohne dich dabei anzusehen. Danach laufe ich die Treppen hoch in mein Zimmer und schaue mir alte fotos an. Du siehst sehr glücklich aus und irgendwie auch stolz. Aber anstatt mich darüber zu freuen, halte ich jedes mal diese Fotos in den Händen und weine bittere Tränen. Ich weiß schon gar nicht mehr wie es damals war, aber ich glaube schön. Nur irgendwann kam der Punkt an dem ich alles kaputt und niedergerissen habe. Ich glaube das war die wende, wo wir aufgehört haben zu reden. Wir haben es nicht gemerkt, aber über jahre hat es sich eingeschlichen, dieses schweigen.

ich hab dich lieb

08 Januar 2013

die macht der worte


Worte sind was schönes, deswegen mag ich sie so. Aus dem grund bin ich das wortmädchen, was lieber über gefühle schreibt, als darüber zu reden. Worte sind voller anmut, sie können dir so ein schönes gefühl geben, vor allem in der liebe. Sie lassen dich so hoch schweben, wolke sieben und noch viel höher. Hüllen dich ein, in geborgenheit und dann verliebst du dich in diese worte. Aber irgendwann hörst du auf, auf diese worte zu hören die dich einst so hoch schweben ließen, wenn du einmal so tief gefallen bist. Die schattenseite der schöne worte ist, dass sie die macht haben, dich selbst zu zerstören. Und desto öfter du diese schönen worte hörst, desto mehr hinterfragst du sie. Sätze wie "ich liebe dich über alles", "du bist perfekt", "du bist meine traumfrau". Je mehr du fallen gelassen wirst, desto mehr fragt man sich ob all diese sätze nur noch zu floskeln werden, weil sie zum zusammensein dazugehören. Worte sind schön, aber sie können kaputt machen, deswegen bin ich vorsichtig geworden mit diesen worten.

07 Januar 2013

heartbreak


Ich weiß noch wie ich an jenem tag 400km zu dir gefahren bin, mit dem ticket zurück am nächsten tag, nur um irgendwie das ruder rumzureißen. Es gab nie einen plan b, es gab nur den einen plan, den plan a. Plan a, war der plan bei dir zu klingeln, mit dir zu reden und dann wieder glücklich in deinem arm einschlafen zu können. Aber plan a, hatte nie funktioniert. Stattdessen klingelte ich bei dir und mir von deinem bruder sagen zu lassen, dass du nichts mehr mit mir zutun haben wolltest, dann bin ich zurück gelaufen, die eine straße zurück die ich als einzige kannte. Lehnte an einer mauer, starrte in 5 fenster an der gegenüberliegenden seite und wusste nicht was zu tun war. Dann furhst du im auto vorbei, mir blieb mein herz stehen. Ich schaute dir nach bis du um die ecke bogst. Ich hatte nicht den mut noch mal zu dir zu laufen, all der optimismus war wie weggeblasen. Also wartete ich. Ich wartete darauf in der ferne ein männchen zu entdecken was immer größer wurde, weil es auf mich zu kam. Dieses männchen hättest du sein müssen. Aber das männchen das kam nicht. Es kam nie. Abends bin ich mit angetrunkenem mut zu dir gelaufen und habe mindestens eine halbe stunde auf einem stein gesessen und nachgedacht ob ich nicht einfach gehen sollte, ohne zu klingeln, einfach fortgehen so als wäre ich nie da gewesen. Du warst nicht grade glücklich über meinen besuch und dementsprechend waren auch deine worte hässlich. Hässlich genau wie dein lächeln was du mir an jenem tage entgegengelächelt hattest. Gute nacht waren deine letzten worte, ein einfaches "gute nacht" fast schon wieder witzig in anbetracht dessen, dass ich nicht wusste wo ich schlafen sollte. Also ging ich. Ich schrieb dir eine sms, wann ich am nächsten tag fahren würde. Ich hoffte dass du kommen würdest aber ich wusste dass du nicht kommst. Meine blicke haben nach dir gesucht an jenem tag, als ich fuhr. Ich habe dich gesucht und gesucht zwisch all den menschen. Aber du kamst nicht, du kamst einfach nicht und ich saß dort und weinte, obwohl mir doch von anfang an klar war, dass du eh nicht gekommen wärst. Das war der tag an dem du mir mein herz gebrochen hast. Ich habe so viel getan. Ich hoffte du würdest das sehen nur warst du immer ein bisschen blind, nur leider nicht vor liebe.