31 März 2013

betrunkene nächte, ehrliche worte

"Es tut so weh und ich weiß einfach nicht ob es jemals aufhören wird", schluchzt sie während ich sie bei der hand halte. Ich habe nie gewusst, dass es ihr deswegen so schlecht ging, hielt das immer für ein abenteuer ohne gefühle, riss meine witze in ungewissheit, dass sie abends in ihrem bett liegt und weint. Dabei denke ich an mich, wie ich schon so viele nächte dagelegen und geweint hatte, weil niemand wirklich verstand, weil alle nur hin, aber nie richtig zugehört haben. Weil ich einfach allein war. Dann nehme ich sie in den arm und halte sie einfach fest und sie weint, so wie freundinen sich eben trösten. Wir erzählen uns all die Dinge, die wir so sonst nie gesagt hätten, dass wir einander so fehlen und das wir uns allein gelassen fühlen, nicht wirklich jemanden haben, haben freunde, alles halbe sachen, nie ganze sachen. Alles nur halbherzig. Solche Nächte sind doch die schönsten, in denen man trinkt und sich einfach nur die wahrheit erzählt. Es hat sich so viel verändert, seit die Schule uns auseinander gerissen hat und wir anfangen unsere eigenen wege zu gehen, wege mit neuen menschen, die aber dennoch niemanden ersetzen können. Und ich vermisse sie, meine mädchen. Ich vermisse sie so schrecklich.