11 Juli 2013

auf ein Smoothie mit Julia-maria von candycases.de

Darf ich vorstellen? Das ist Julia-Maria, 25, studiert Kommunikationsmanagement im Master an der Hochschule Hannover und machte sich zu Beginn diesen Jahres mit candycases selbstständig. Die Smartphonehüllen in Tortenoptik fertigt die Studentin und baldige Mama zwischen Klausuren und Hausarbeiten am heimischen Schreibtisch.


Wie bist du darauf gekommen solch ein Unternehmen zu gründen?
Vor fast zwei Jahren habe ich mein erstes Smartphone gekauft – ein Samsung Galaxy S2. Wie das iPhone war dieses Modell sehr beliebt und so hielt gefühlt jeder und jede zweite das gleiche Handy wie ich am Ohr. Nicht nur zur Kommunikation haben wir es in der Hand, sondern auch um uns in der Bahn oder wenn wir auf jemanden warten zu beschäftigen. Das Smartphone ist unser wichtigstes Accessoire. Mit Hüllen können wir unsere ständigen Begleiter nicht nur schützen, sondern ihnen auch einen individuellen Look verpassen. Cases mit eigens ausgewähltem Fotoprint oder in Game Boy Optik fand ich eine witzige Idee, aber ich bin ein richtiges girly Girl und liebe pink-rosa Kitsch! In einem kleinen Szeneladen in Paris entdeckte ich eine absolut ausgefallene Smartphonehülle: Eine weiche, weiße Grundmasse, die aussah wie Sahne, war mit Dekorationselementen in Form von Bärchen, Torten und Schleifchen verziert – die musste ich haben! Leider ist die „Lebenszeit“ von Smartphonehüllen nur begrenzt, schließlich werden sie viel strapaziert – so auch die meines geliebten Cases. Ein erneuter Trip nach Paris hat nicht in mein studentisches Budget gepasst und da ich ein großer Fan von DIY bin, dachte ich: Das kannst du auch! Natürlich war es nicht ganz so einfach und ich musste erst mit verschiedenen Materialien und Dekorationselementen herumexperimentieren. Schließlich habe ich jedoch ein Design kreiert, das mir perfekt gefiel: Glazin‘ Cake. Eiscremewaffeln, Donuts, Cupcakes und dazu einige Streusel – meine eigene Kreation in Tortenoptik war noch immer Kitsch pur, jedoch mit einem einheitlichen Thema. Wo immer ich das Case auspackte, wurde ich angesprochen und gefragt, wo man diese Hülle kaufen könne. Warum eigentlich nicht bei mir? Aus diesem Gedanken entstand candycases.

Hattest du Angst vor dem selbstständig werden?
Nein. candycases ist ein Kleingewerbe in der Dimension eines Dawanda-Shops. Ich musste also keinen Kredit aufnehmen oder mein Studium aufgeben. Ich habe ein tolles Netzwerk, auf dessen Support ich mich verlassen kann - das ist der Faktor, der mir die meiste Sicherheit gibt. Die Mädels des Modeblogs Let them eat cottoncandy haben mich mit ihren Fotografieskills unterstützt, mein Freund mit der Programmierung der candycases Webseite. Für mich auch wichtig: Als Ein-Frau-Unternehmen kommen Design, Materialbeschaffung, Produktion und Vertrieb aus einer Hand – ich trage das Risiko, kann jedoch jeden Schritt auch selbst bestimmen.
 

Hast du einen Tipp für Mädels, die auch eine tolle Idee haben und ihr eigenes Gewerbe gründen möchten?
Einen klaren Kopf behalten und mögliches Scheitern nicht ausschließen! candycases entstand eher aus DIY-Begeisterung, denn Gründerwahn. Obwohl viel Herzblut in dem Business steckt, muss ich als Studierende und baldige Mama Entscheidungen, wie Investitionen in Werbemaßnahmen, rational treffen. „Kill your darling“ ist das Credo vieler Kreativschaffender, die mit ihrer ursprünglichen Idee nicht weiterkommen und diese daher – wenn auch schweren Herzens – verwerfen. Das Motto ist auch meins und lässt sich auf das eigene Geschäft übertragen.
 
Was macht candycases so besonders?
Smartphonehüllen gibt es heute in vielen ausgefallenen Designs – leider oft nur standardmäßig für das iPhone. candycases stelle ich auf Anfrage auch für weniger gängige Smartphonemodelle her.
Natürlich sind auch die Designs Glazin‘ Cake, Glitter Bomb und Sprinkles ‘n Cream an sich besonders, da nicht ein großer Konzern hinter der Produktion steht, sondern jedes Case von Hand an meinem heimischen Schreibtisch gestaltet wird.
Die Anordnung und Wahl der Dekorationselemente ist zufällig und so ist jedes candycase ein Unikat.
 

Aus welchen Materialen bestehen die Hüllen?
Die weiße Basis auf der zu dekorierenden Hülle besteht aus einem speziellen, lebensmittelechtem Silikon. Und ist daher – anders als herkömmliches Sanitärsilikon – für den Kontakt mit der Haut oder Lebensmitteln ungefährlich. Die Dekorationselemente variieren je nach Design zwischen Strass, Stoff, Polymer Clay und Cabochon-Steinen.
 
Wie lange sitzt du an einer Hülle?
Bis sie mir so gefällt, dass ich sie am liebsten behalten würde. Das kann mal 15 und mal 45 Minuten dauern. Einige Modelle haben viele Aussparungen für Knöpfe, Kamera und Anschlüsse – die dürfen natürlich nicht verdeckt werden. Jedes candycase soll wie ein kleines Tortenstück zum Anbeißen aussehen – das braucht manchmal ein wenig Zeit und viel Geduld.

fotos von let them eat cotton candy

Meine Meinung
Julia ist auf jeden Fall eine ganz nette und süße Person, die richtig zu ihrem Unternehmen passt und einfach authentisch wirkt. Freundlichweise hat sie mir für mein Blackberry auch ein Case angefertigt, was ich jetzt mittlerweile stolz an meine Blackberry herumtrage. Blicke und nette Worte blieben da natürlich nicht aus. Eine Freundin wollte meine Handyhülle essen und selbst mein Freund hat sie schon genauer betrachtet als ich nicht da war.. Alles in einem bin ich super zufrieden was Qualität und Aussehen betrifft. Candycases ist einfach..wie soll ich sagen: besonders. Julia fertigt alles in mühsamer Handarbeit an und das sieht man auch an den Cases. 

Und wisst ihr was?
Ihr habt die Chance genau eine von diesen süßen Cases zu gewinnen! Alles was ihr tun müsst, ist Leser meines Blogs und Fan auf Julias Fanpage zu sein: https://www.facebook.com/Iheartcandycases?fref=ts und zu guter letzt: Wieso solltet grade IHR so eine Hülle gewinnen?
Die Verlosung geht bis Sonntag.