02 Januar 2015

Jahresrückblicke machen depressiv



Diese ganze Neujahrskacke nervt. New Year, New Me - was für ein bullshit. Und wie immer bin ich selbst mit meinem "Jahresrückblick" spät dran.(obwohl man sich für 2014 ja so tolle Dinge vorgenommen hat) 2014 habe ich mehr denn je gemerkt, wie langweilig mein leben wird. Nichts von dem was ich mir in den Jahren davor vorgenommen habe, ist wahr geworden. Ich war nicht Reisen, habe wahnsinniges tolles erlebt. Nichts zuletzt weil es die Menschen schon lange nicht mehr in meinem Leben gibt, mit denen ich all diese Dinge so gern erlebt hätte. Nils und Beri zum Beispiel - wir waren beste Freunde und heute ist alles was man sich zu sagen hat "Alles gute zum Geburtstag" (wenn man überhaupt dran denkt) es ist einfach unfassbar traurig wie egal dir Menschen werden, wenn sie dir einst die Welt bedeutet haben. Noch heute denke ich bei Rolling in the deep an nils und mich, wie wir auf Tischen saßen, er mich mit der Gitarre begleitet hat und ich schief vor mich hin geträllert habe. Das war toll. Genauso wie ich eines Nachts mit Beri den Zug von Hamburg nach Hause verpasst haben, unsere letzte Hoffnung im Zug von HH-Bremen gesehen haben und den von Bremen-Hannover dann auch wieder verpasst haben. Es war so schrecklich eine ganze Nacht im Bremer HBF zu verbringen, aber eigentlich auch geil. (es war nur scheiße, weil mein Freund mega sauer war.) Es war eines der verrücktesten Sachen die ich je erlebt hab. Ich hab noch nie den Sonnenaufgang aus einem Zugfenster beobachtet. Und das vermisse ich. Dieses unbeschwerte. Und wisst ihr noch was viel schlimmer ist? Diese Story ist nicht aus 2014, oder 2013... nein sondern aus 2012. Schon ewig her und es gibt nichts tolles worüber ich im Jahr 2014 erzählen könnte, außer dass mein Leben total Lahm geworden ist und jeder um mich herum scheint so erwachsen zu werden...