31 März 2016

- Stitch und Mr. Jingles - zwei afrikanische Weißbauchigel -

Wie schon in meinem ersten Post über meinen Afrikanischen Weißbauchigel, versprach ich euch auch einen zweiten Teil zu liefern - mittlerweile sind aus einem Igel sogar zwei Igel geworden und heute möchte ich euch ein bisschen über die Entwicklung von Stitch und allgemein über die Tiere weiter informieren und euch einige Eindrücke vermitteln. 




Igel sind keine Kuscheltiere - das musste ich wirklich merken und realisieren, obwohl es von vorne rein eigentlich ziemlich klar ist. Doch wenn man hier und da sieht, wie sich die kleinen Streicheln lassen und es regelrecht genießen, festigte sich einfach ein gewisses Bild in meinem Kopf. Ich glaube die erste Zeit war ich einfach viiiiiiel zu ungeduldig. Es war als würde ich eine Diät Anfangen und erwarten, dass ich nach dem 5. Tag 10 Kilo abgenommen habe - klappt nicht! Grundsätzlich bin ich ohnehin ein sehr ungeduldiger Mensch, was einiges erschwerte. Die Anfänglichen Erfolgserlebnisse wurden immer seltener und Stitch wurde immer in sich gekehrter.. also lies ich ihn einige Wochen in Ruhe und stellte Abend für Abend sein Nassfutter und frisches Wasser in sein Terrarium. Ich hatte mich regelrecht damit abgefunden, dass Stitch nunmal kein Kuscheligel war. Vielleicht war er einfach allein? Vielleicht fehlte ihm ein Freund? Auch wenn man männliche Igel in der Regel Einzelgänger sind, klappen manche Männer WG's sogar sehr gut, auch wenn eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie sich nicht verstehen. Und wie das so ist: Ich verliebte mich mal wieder in einen kleinen Igel und Ende Januar fuhren wir nach Kassel und holten meinen kleinen Mr. Jingles.


Anfänglich war Mr. Jingles das komplette Gegenteil von Stitch - aufgeweckt und neugierig. Die ersten Stunden lief er durch die Wohnung und kam auch immer zu mir, schnupperte, schaute hier und da. Das hielt einige Tage an und ich war voller Euphorie - vielleicht wird er ja ein kleiner Schmuser? Ich glaube nach ein paar Tagen hat Mr. Jingles gemerkt, dass er in einem neuen Zuhause ist, wo alles ganz anders riecht und wo seine Geschwister fehlen, also verfiel auch Mr. Jingles in seine "ich bin ein Nuff Igel Phase" - aber das ist für mich okay, denn ich weiß ja dass es auch anders geht und er Zeit braucht.


Nun war da noch die Sache mit der Vergesellschaftung.. ich hatte so große Hoffnung darin gelegt, dass sie sich verstehen, weil ich einfach ungern noch ein zweites Terrarium kaufen möchte. Die erste Begegnung verlief zum Glück recht uninteressant.. Da war nun ein zweiter Igel und jeder ging seine Wege - ein Stein fiel mir vom Herzen. Auch jetzt zwei Monate später akzeptieren sie sich, ich glaube nicht dass sie "beste Freunde" werden, aber immerhin schlafen sie ab und an zusammen unter einem der Kuschelsäcke.


Igel können schreien. Ja in der Tat können Igel schreien und es klingt furchtbar! Eines Nachts bin ich von einem Geschrei wach geworden, welches ich absolut null einschätzen konnte. Irgendwie eine Mischung aus Katzen gejaule und Baby Geschrei. Als ich ins Wohnzimmer ging wurde mir klar, dass dieses Geschrei aus dem Terrarium kam. Als ich das Licht anmachte war plötzlich Ruhe und die zwei starrten ziemlich ertappt zu mir rüber. Noch bevor sie entwischen konnten, holte ich sie raus um zu checken ob sie irgendwelche Verletzungen hatten - nichts. Laut Internet ist ein Igel Schreien Zeichen dafür, dass er Panik oder großen Schmerzen hat. Bis jetzt kam das Geschrei noch einmal vor. Mein Freund beobachtete dies, als es um den "Streit" um das Laufrad ging.


Lange Rede kurzer Sinn: wie läufts denn nun mit Stitch? Nachdem ich Stitch dann wirklich konsequent in Ruhe gelassen habe und mich gar nicht mit ihm beschäftigte passierte eines Nachts ein kleines "Wunder". Ich kam von der Disco nach Hause und schaut nochmal nach den beiden, als ich Stitch neben seinem Laufrad sitzen sah, entschloss ich kurzer Hand ihn einfach rauszuholen und siehe da: kein Genuffe, keine hochgestellten Stacheln - nichts. Ich konnte ihn ganz normal streicheln, wie einen Hund oder eine Katze. Ich war völlig baff und kostete den Moment der neu gewonnenen Zutraulichkeit aus. Seit diesem Ereignis ist Stitch viel entspannter, hin und wieder meckerte er noch, wenn ich ihn rausholen möchte, aber nicht mehr so extrem wie vorher. Noch vor ein paar Monaten musste man ihn nur anschauen und er kugelte sich ein, selbst die kleinste Bewegung lies ihn nuffen. Heute ist davon kaum noch etwas zu spüren, er erkundet das Sofa, die Wohnung und ist auf keinen Fall mehr so schreckhaft wie am Anfang - Geduld zahlt sich aus!


Im nächsten Beitrag möchte ich euch näher bringen, wie meine zwei Stachelnasen
leben, was sie fressen und wie ich die beiden beschäftige - bis dahin! 

27 März 2016

- Berlin -


Hachja endlich Urlaub - und um diese freie Zeit optimal zu nutzen um nicht an dem Sofa festzuwachsen sind Gerard, Patrick und ich doch eigentlich relativ spontan nach Berlin gefahren. Die Idee schwirrte uns eigentlich schon länger im Kopf, allerdings kam es irgendwie dann doch nie dazu. Bis gestern. Mit Gerard ist es immer so eine Sache: egal was wir planen, es kommt immer anders, viel später als geplant aber eines ist immer sicher: es wird gut! 


Einen wirklichen Plan hatten wir im Grunde auch nicht, einfach nur eine schöne Zeit und Spaß haben. In Braunschweig war herrliches Wetter, die Musik in der Playlist machte uns richtig Lust auf den Sommer, rund zwei einhalb Stunden fahrt lag vor uns, wir waren hochmotiviert. Als wir uns dann immer mehr Berlin näherten wurde der Himmel allerdings immer grauer, aber solange es nicht regnen würde, war uns das egal. Obwohl ich uns direkt in ein Parkhaus am Alexanderplatz navigierte, verfuhren wir uns auch nur einmal! Berlin ist schon ein gewöhnungsbedürftiges Pflaster, vor allem wenn Menschen verkleidet als Clowns, in der Rot Phase an der Ampel stehen und Musik machen oder man seine Sightseeing Tour in einem Fahrrad-Bett macht...


Neben ein wenig Shoppen, haben wir natürlich auch ein wenig Sightseeing gemacht - ist ja auch irgendwie wichtig zu wissen wieso, weshalb, warum hier dies und jenes steht. So besuchten wir den Fernsehturm, den Alexanderplatz, das Brandenburger Tor und das Holocaust Denkmal. Irgendwie merkwürdig wenn man Dinge in echt sieht, die man sonst nur aus dem TV kennt, gern hätten wir auch das Hausboot besucht.


Bahn fahren in fremden Städten, bzw. Bahn fahren generell ist auch immer so eine Sache, wenn man in seiner Stadt nur Busse hat - woher soll ich denn wissen ob ich mich in Berlin A oder B befinde? Patrick hatte zum Glück den durchblick (auch wenn ich ihm das zwischendurch nicht abgekauft habe) und wir führen mit der U-Bahn vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz.


Von dort aus sind wir dann zum Holocaust Denkmal gelaufen. Denkmäler sind immer so eine Sache, man weiß zwar wofür sie stehen, dennoch hat man irgendwie nicht das bewusst sein dafür was damals wirklich passiert ist. Familien spielen dort fangen oder verstecken, wir machen Fotos weil die Architektur sich einfach anbietet.. Traurig ist dort niemand. 



Anschließend sind wir zum Brandenburger Tor um dort ein paar Fotos zu machen, hier ein Selfie, da ein Selfie - Fotos von mir sind immer so eine Sache: spätestens nachdem man 3 mal abgedrückt hat, fange ich an Grimassen zu ziehen und irgendwelche Faxen zu machen.



Eigentlich hätte ich gerne in einem super hipster angesagtem Restaurant gegessen, aber da wir echt keine Ahnung hatten, sind wir lecker im Vapiano essen gegangen. Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Mall of Berlin geschlendert und dann ging es auch schon wieder nach Hause - wir alle 3 waren auch echt Platt nach dem Tag.













05 März 2016

- Erinnerungen zum Anfassen - Webprint -

Oh ja, lang war es hier ruhig auf meinem Blog, aber heute möchte ich euch mein Fotobuch vorstellen, welches ich mir 2015 bei Webprint (ehemals prentu) erstellte. Für mich gehört es seit rund 2012 einfach dazu, das Ende des Jahres mit einem Fotobuch zu  krönen und meine fotografischen Arbeiten festzuhalten. Es gibt einfach nichts schöneres, wenn das Fotobuch dann endlich da ist und man seine Arbeit in den Händen halten kann - gerade im digitalen Zeitalter, wo einfach vieles verloren oder in Vergessenheit gerät - auch ist das jährliche Zusammenfassen hilfreich, da man super gut die eigene Entwicklung mitverfolgen kann. Ich glaube seit 2015 habe ich meinen Stil gefunden. :)


Das Fotobuch für 2015 ist bereits meine zweite Bestellung bei Webprint. 2014 erstellte ich mir ebenfalls über den Anbieter ein Fotobuch - hierbei entschied ich mich für eine einfache Variante (Basispapier/Hardcover) - bis auf den Umschlag, welcher recht anfällig für Macken war, war ich vom Druck und dem Papier sehr zufrieden (alter Beitrag hier*) Aus diesem Grunde fiel meine Entscheidung für das 2015 Buch auf Fotopapier Matt und einem Hardcover mit Luxuspolsterung und es ist mit Abstand das bislang beste Fotobuch was ich besitze. 

Die Bestellung an sich ist recht einfach: auf der Website gibt es einen Produkt Editor, welches ich sehr gut finde, da ich schnell genervt davon bin, wenn man sich noch extra ein Programm runterladen muss. Webprint bietet euch außerdem eine Vielzahl an verschiedenen Layouts, Cliparts und Hintergründen.

Zu Webprint gehört außerdem die Partnerseite Posters.de auf welcher ihr eine Vielzahl an Postern, Wandtattoos und vieles mehr findet. Falls eure Wände im eigenen Heim noch blank sind, lohnt es sich dort reinzuschauen. Auch könnt ihr Fotografie in Form von Leinwänden oder Postern erhalten - mein Traum wäre es ja, wenn es meine Bilder irgendwann mal über solche Plattformen zu kaufen gibt...


Es macht gleich einen ganz anderen und viel hochwertigeren Eindruck - sowohl visuell als auch von der Haptik. Mittlerweile ist es schon durch einige Hände gegangen und sieht immer noch aus wie am ersten Tag - dieses Fotobuch ist im Gegensatz zum einfach Hardcover um einiges langlebiger. 


Das Fotopapier ist matt und hat eine realitätsnahe Farbwiedergabe sodass hier keine Abweichungen erfolgten. Das Papier an sich hat eine gute dicke, sodass man gut und einfach umblättern kann.


In Sachen Layout bin ich der festen Überzeugung: weniger ist mehr - daher nutze ich es sehr gerne aus, jedem Foto seinen "Raum" zu geben. Das hat zwar den Nachteil dass man zwangsläufig immer mehr Seiten hat (und natürlich bezahlt), dennoch nehme ich das gern in Kauf, da ich es überhaupt nicht schön finde, wenn man Fotos in Collagen packt und jedes Foto dadurch an Wirkung verliert. 


Alles in einem bin ich wirklich sehr zufrieden - auch preislich kann ich überhaupt nicht meckern. Die Variante (Querformat XL 20x30 / Fotopapier Matt / Luxuspolsterung) ohne extra Seiten liegt bei 30,45€ - da ich mir noch mehr Seiten hinzufügte (pro Doppelseite 1,40€) landete ich bei einer Endsumme von 44,45€ was ich absolut vertretbar finde.